Rück- und Ausblick: Zentrale Wasserenthärtung

2018_12_14_Zentrale-Wasserenthärtung

Quelle: Ein Beitrag von mir aus dem Jahr 2012 auf der Homepage der CDU Waghäusel. Leider wurde das Thema dann zunächst nur sehr zurückhaltend von der neuen Fraktionsspitze verfolgt. Offensichtlich auch, weil im Gemeinderat noch „dicke Bretter“ zu bohren sind, bevor der Fortschritt auch in Waghäusel ankommt. (Bild: Liebl)

Update aus der öffentlichen Zweckverbandssitzung vom 11. Dezember 2018:

  1. Im laufenden Haushaltsjahr 2018 konnte noch kein Auftrag an das Planungsbüro erteilt werden, weil ursprünglich kein Geld für die Einholung der notwendigen wasserrechtlichen Genehmigung eingestellt war.
  2. Am 11. Dezember wurde auch mit meiner Zustimmung der Haushalt 2019 für den Zweckverband Wasserversorgung Lußhardt verabschiedet. Da sind jetzt endlich die erforderlichen Finanzmittel enthalten, um das Büro entsprechend mit einer Planung beauftragen zu können. Schon im Januar 2019 kann dann der Auftrag vergeben werden.
  3. Steter Tropfen höhlt den Stein: Die zahlreichen Umstellungen auf weiches Wasser und auch die diversen Presseberichte dazu aus Waghäusel und der gesamten Region haben die Öffentlichkeit offensichtlich gut erreicht. Es gibt in Hambrücken und in Waghäusel, in beiden Rathäusern, beim Oberbürgermeister Heiler und beim Bürgermeister Ackermann, sowie natürlich auch bei allen Gemeinderäten in beiden Gemeinden viele Anfragen: Soll ich überhaupt noch in eine eigene Enthärtungsanlage investieren?
  4. Der Zweckverband hat aus meiner Sicht sehr gut ergänzend reagiert. Schließlich gibt es auch Kritiker am weichen Wasser: Es soll deshalb eine systematische Befragung über den grundsätzlichen Bedarf durchgeführt werden. Bürgermeister Ackermann spekulierte, ob man z.B. schon einen Fragebogen mit der nächsten Rechnung Anfang 2019 verschicken könnte. Naja, so schnell wird es dann doch nicht gehen. Aber:
  5. Zur nächsten Zweckverbandssitzung soll ein entsprechendes Fachbüro eingeladen werden, welches ein professionelles Befragungskonzept vorstellen soll.

Ich bin mir sicher, dass wir auch in Waghäusel dem technischen Fortschritt folgen werden und müssen. Schließlich würden bei der Technik der Entkalkung auch weitere, eventuell in geringsten Mengen vorhandene Schadstoffe, so ganz nebenbei mit heraus gefiltert.

Ich werbe auch weiterhin für eine zentrale Wasserenthärtung. Sprechen Sie mich bitte direkt an, wenn Sie weitere Infos benötigen. Ich antworte und berate gerne.

Roland Liebl

Stv. Mitglied im Zweckverband Wasser der Gemeinden Hambrücken und Waghäusel

14. Dezember 2018

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Kommunalpolitik trifft Bundespolitik

2018_11_29_Kanzleramt

… es war eine sehr interessante Woche in Berlin. Das Bundeskabinett hat sich in seiner 33. Sitzung am 28. November 2018 unter anderem mit der Lage und der Entwicklung der gesetzlichen Rentenversicherung befasst. Kurz davor durften wir noch einen Blick in den fertig gerichteten Raum werfen.

Besonders schön: Unser Wahlkreis-Abgeordneter Olav Gutting hatte uns nicht nur die gut organisierte Reise ermöglicht, sondern auch die Möglichkeit zu einem persönlichen Gespräch geboten, trotz vollem Terminkalender.

Ich kann nur sagen, dass bei uns im Wahlkreis die Verzahnung von Kommunalpolitik zur Bundespolitik hervorragend funktioniert. Herr Gutting hat immer ein offenes Ohr. Das ist für Abgeordnete keinesfalls selbstverständlich. Und noch viel wichtiger: Er hört nicht nur gut zu, sonder geht die Themen auch aktiv an. Danke!

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Bike-Friendly-City: Weiterer Meilenstein erreicht

Rückblick: Herbst 2015

Aktuell: Herbst 2018

Dass Waghäusel fahrradfreundlich wird, ist mir schon seit Jahren ein persönliches Anliegen. Am Anfang stand die Beantragung eines Budgets, um Fachleute einschalten zu können. Inzwischen gibt es einstimmige Beschlüsse im Gemeinderat und auch erste Ergebnisse. Hierzu gibt es nun auch eine aktuelle Pressemitteilung der Stadt Waghäusel:

In den letzten Wochen wurden bereits in mehreren Straßen Schutzstreifen und sogenannte „Sharrows“ auf der Fahrbahn aufgebracht. Diese sollen dem Autofahrer zeigen, dass auch der Radfahrer berechtigt auf der Fahrbahn fährt und gleichzeitig für mehr Miteinander auf der Fahrbahn sorgen.

Gemäß dem Radkonzept des Landes Baden-Württemberg, das innerorts keine separaten Radwege mehr vorsieht, wurden an den Hauptstraßen entsprechende Markierungen vorgenommen. Bei ausreichend breiter Fahrbahn wurden Schutzstreifen aufgebracht. Ansonsten wird durch Piktogramme und Pfeile signalisiert, dass der Radfahrer die Fahrbahn auch benutzt.

Schutzstreifen

Führung für den Radverkehr nach der Straßenverkehrsordnung (StVO)

SchutzstreifenDer Schutzstreifen ist eine auf der Fahrbahn mit eine Strich-Lücke-Linie abmarkierte Fläche, die dem Radverkehr vorbehalten ist. Zur Verdeutlichung der Zweckbindung sind in regelmäßigen Abständen Fahrradpiktogramme aufgebracht. Der Schutzstreifen darf im Ausnahmefall vom Kfz-Verkehr (z.B. im Begegnungsfall mit einem LKW im Gegenverkehr) mitbenutzt werden. Aber nur dann, wenn keine Radfahrer behindert oder gefährdet werden. Zum Überholen von Radfahrern müssen Kfz-Fahrer den gesetzlich vorgeschriebenen Mindestabstand von 1,5 Meter einhalten. Das Parken ist auf Schutzstreifen verboten.

Kinder bis zum vollendeten 8. Lebensjahr müssen, bis zum vollendeten 10 Lebensjahr dürfen auf dem Gehweg fahren.

Piktogrammspuren

zur Kennzeichnung der Führung des Radverkehrs auf der Fahrbahn

2018_11_09_TestAls Baustein der Radverkehrsförderung wurden Piktogramme und Sharrows als Piktogrammspur auf den Hauptstraßen in Kirrlach, Waghäusel und Wiesental markiert. Mit dem Gestaltungselement Piktogrammspur wird Autofahrern gezeigt, dass sie keinen Anspruch auf Alleinbenutzung der Fahrbahn haben, sondern dass Radfahrer gleichberechtigt die Fahrbahn benutzen. Die Autofahrer werden zur Rücksichtnahme aufgefordert. „Piktogramme“ signalisieren die Nutzbarkeit der Fahrbahn durch Radfahrerinnen und Radfahrer.

„Sharrow“ steht für die englische Wortneuschöpfung aus „share the road“ (Mischverkehr) und „arrow“ für Pfeil.

Das Radfahren auf Gehwegen ist nur mit Zusatzbeschilderung „Radfahrer frei“ zulässig.

 

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Wenn Steine sprechen …

2018_11_09_korrigiert

Anmeldungen sind bis spätestens 17. November 2018 erforderlich: Roland.Liebl@gmx.de oder Tel. 60981 (AB). Grafik: Liebl und Archiv Heimatverein

Kirchen sind mehr als museale Orte, mehr als Konzerthäuser oder Hörsäle für den sonntäglichen Gottesdienst. Vor allem sind sie durch Stein und Glas ausgestaltete Zeugnisse des Glaubens. In ihnen wohnen die christlichen Traditionen, in die wir religiös und kulturell eingebunden sind.

Die alten Steine zum Sprechen zu bringen – das ist das Ziel der seit einigen Jahren entwickelten Kirchenpädagogik. Dabei geht es nicht um die klassische, durch einen Sachvortrag geprägte Kirchenführung, sondern um die ganzheitliche Raumerschließung: Der sakrale Raum wird mit allen Sinnen erlebt und zugleich in seiner liturgischen und geschichtlichen Komplexität wahrgenommen. Eine solche Kirchenerkundung beinhaltet meditative, spielerische und didaktisch reflektierte Elemente.

Bei Interesse sind weitere Termine vorgesehen, so Vorsitzender Roland Liebl.

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Digitalisierung der Schulen

2018_10_15_Digitalisierung-der-Schule

Der folgende Bericht von Dorothee Wiegand aus der aktuellen c’t bringt das Thema in aller Kürze auf den Punkt:

In der aktuellen Diskussion um ein Handyverbot im Klassenzimmer (siehe c’t 21/2018, S. 70) hat jeder sofort eine feste Meinung. Schade! Denn darüber, was da genau an den Schulen passiert – mit den von Schülern mitgebrachten oder in der Schule vorhandenen Geräten -, müsste viel mehr nachgedacht, diskutiert und geforscht werden.

Dass Schüler ihr eigenes Smartphone im Geografieunterricht zur Recherche über Bodenschätze nutzen, ist doch wohl besser, als eine veraltete Karte zu betrachten? Klar – aber ist es fair, wenn Marie dazu das neueste iPhone aus der Tasche zieht und Paul das abgelegte Handy vom großen Bruder? Muss nicht die Schule einen Klassensatz geeigneter Tablets vorhalten, ohne WhatsApp darauf, das eben doch spannender ist als die Rohstoffe Zentralafrikas? Klar – aber was, wenn das Schul-WLAN gar nicht stabil genug ist für deren Einsatz?

Medienbildung und informatische Grundbildung für alle kann nur gelingen, wenn viele Voraussetzungen erfüllt sind. Es braucht sinnvolle Unterrichtskonzepte und der IT gegenüber aufgeschlossene, gut geschulte Lehrer. Es braucht aber auch eine sichere Schul-Cloud, ein leistungsfähiges WLAN und Systembetreuer, die beides auf dem aktuellen Stand halten.

Das alles endlich ernsthaft anzugehen wäre ein gewaltiger Kraftakt. Dass er gelingen kann, wenn es politisch wirklich gewollt ist, zeigt das Beispiel Großbritannien: „Computing at School“, kurz CAS, heißt ein im Herbst 2013 gestartetes Projekt, das allen britischen Schülern Zugang zu einer zeitgemäßen IT-Ausbildung verschaffen soll.

Und hierzulande? Was ist eigentlich aus den fünf Milliarden Euro für den „Digitalpakt“ mit den Schulen geworden, die die damalige Bildungsministerin Johanna Wanka im Sommer 2017 versprach? Die rund 40.000 Schulen in Deutschland sollten von diesem Geld mit digitalen Endgeräten, WLAN und Schul-Cloud ausgestattet werden. Es gab ein halbes Jahr lang vollmundige Versprechungen und anschließend … nichts. Darüber muss gesprochen werden – die Frage der Handys im Unterricht ist da vergleichsweise fast schon nebensächlich.

 

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Taufstein mit Geheimnissen – Heimatverein ist Schere auf der Spur

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EIN SCHEREN-SYMBOL gibt es am Kirrlacher Taufstein von 1509. Der Ursache auf der Spur ist Heimatvereinsvorsitzender Roland Liebl. (Foto: Schmidhuber)

(ber) Geheimnisvolle Zeichen gibt es auf dem alten Kirrlacher Taufstein von 1509: die Jahreszahl in gotischen Minuskeln, Kröten, Eidechsen, zwei Wappen, eines mit dem Zeichen des damaligen Steinmetzes und eines mit einer Schere, deren Bedeutung umstritten ist. Der Schere auf der Spur ist nun Heimatvereinsvorsitzender Roland Liebl.

Nach seiner Einschätzung ist das spätgotische Taufbecken aus der Zeit um 1509 eines der ältesten Überbleibsel der katholischen Kirche. Bereits in der Vorgängerkirche und in dem heute noch im Original erhaltenen Kirchturm nahm das Weihwasserbecken einen besonderen Platz ein. „Bis zur Reformation waren die Taufsteine in den Kirchen am hinteren Eingang positioniert, in Kirrlach wohl im Kirchturm selbst“, erläutert Liebl. Dort war das Unikat im Zweiten Weltkrieg zum Schutz eingemauert worden. Erst 1950 kam er wieder aus dem „Turmverlies“, in das auch der flandrische Schnitzaltar vor möglichen Bombenangriffen in Sicherheit gebracht worden war. Einen vorläufigen Standort fand der Taufstein zunächst in der Taufkapelle, seit Kurzem ist er auf der rechten Seite des Altarbereichs untergebracht.

Der Kirrlacher Taufstein ist voller Symbolik: Kröten, Schlangen und Eidechsen versuchen, an dem Baumstamm hochzuklettern. Auf einem Schild lässt sich das Steinmetz-Zeichen des Baumeisters der alten Kirche und des Kirchturms erkennen. Daneben gibt es ein zweites, steinernes Schild mit einer Schere. Der etwas überladene Taufsteindeckel ist eine handwerkliche Arbeit aus dem Jahr 1907 vom Schwetzinger Bildhauer August Allert, der ihn aus amerikanischem Weideholz geschnitzt hat.

Bis heute geben die beiden Wappen Rätsel auf. Das große Steinmetz-Zeichen, das sich mehrfach auch am Kirchengemäuer findet, spreche für eine Dankesgabe des Steinmetzes, meint Liebl. Doch die Bedeutung der Schere ist bis heute unklar. Sie steht eigentlich für die Zunft der Schneider. Der Heimatverein hofft nun, auf weitere Hinweise zur Bedeutung der Schere zu stoßen.

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Sommerliche Temperaturen herrschen schon seit Wochen

Sommerliche Temperaturen herrschen schon seit Wochen, rein kalendarisch begann der Sommer allerdings erst am gestrigen Donnerstag (21.6.). Nach einem besonders warmen Mittwoch mit der Höchsttemperatur von 31,1 Grad in Waghäusel lag Kirrlach wieder einmal ganz vorne. Es war laut DWD-Meteorologin Sarah Jäger der Tageshöchstwert in Baden-Württemberg.

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