Kirloch – Kirrlach – Erstnennungsurkunde

Die erste schriftliche Urkunde über die Gemeinde Kirrlach stammt aus dem Jahre 1234. Am 4. Mai beglaubigten mit ihren Siegeln das Stiftskapitel St. German vor Speyer, das Domkapitel zu Speyer und der Propst des Stifts St. German in lateinischer Sprache eine Urkunde, in der die Rechte an der Kirche und der Vikarie geregelt wurden. Hier ist eine Übersetzung von Franz Xaver Glasschröder, der 1930 eine Sammlung von rund 50 Übersetzungen mittelalterlicher Speyrer Urkunden publizierte:

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Übersetzung von Franz Xaver Glasschröder. Das lateinische Original befindet sich im Generallandesarchiv in Karlsruhe: 42/195 (Bilder: Liebl)

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Die Publikation „Neue Urkunden zur pfälzischen Kirchengeschichte im Mittelalter, Speyer 1930“ ist im antiquarischen Buchhandel nach wie vor lieferbar.

Bisher gingen viele in Kirrlach davon aus, dass der wesentliche Inhalt der Urkunde darin besteht, dass dem Stift St. German das Recht zugestanden wird, für die Kirrlacher Kirche den Pfarrer einzusetzen. Das ist offensichtlich ein wichtiger Aspekt der Urkunde. Allerdings waren für mich bei der Sichtung weitere Themen von Bedeutung, die nach meinem Informationsstand in der frühen Kirrlacher Heimatgeschichte des 13. und 14. Jahrhunderts noch nicht nennenswert gewürdigt wurden:

  1. Was umfasst die „Vikarie“?
  2. Was bedeutet „Archidiakonat“ (Anm: Im Original „archidyaconatus“ in der Übersetzung „Stiftsdechanat“)?
  3. Welche weiteren (Nachbar-)Gemeinden gehörten wie lange schon zum gleichen (unierten) Archidiakonat? 

Für das grundlegende Verständnis der Zusammenhänge in der damaligen Zeit sind weitere umfangreiche heimatwissenschaftliche Recherchen erforderlich.

Fortsetzung folgt.

Roland Liebl

Kirrlach, im März 2018

 

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Kirloch – Kerrloch – Kirrlach im Wandel der Zeit

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Symbolskizze aus dem Jahr 1806 als Teil einer Tauschurkunde (Bild: Liebl)

Im Jahr 1234 wurde „Kirloch“ erstmals urkundlich erwähnt. Der Name hielt sich unverändert bis ins 19. Jahrhundert. Die Endung „loch“ wird auch heute noch verwendet, denn „Kerrloch“ ist der Name im Dialekt. Kirrlach als inzwischen offizielle Schreibweise taucht erst seit gut zwei Jahrhunderten als „neuer“ Name regelmäßig auf. Der Wandel vom „i“ in ein „e“ im Namen findet sich auch bei den Begriffen Kirche (Dialekt: Kerch) oder Kirchweih (Dialekt: Kerwe).

Das Foto stammt aus einer Tauschurkunde vom 08. November 1806. Es handelt sich allerdings nur um eine Symbolskizze als Illustration der ansonsten farbig gehaltenen  Urkunde. Die Straße lag nicht vor dem Kirchturm. Das war für den Inhalt der Urkunde auch unerheblich. Vielmehr soll hier die Waghäusler/Kronauer Straße dargestellt sein und insbesondere die Lage der Ortschaft.

Dennoch ist diese Darstellung heimatwissenschaftlich von Bedeutung: Bemerkenswert ist die Schemadarstellung der zweiten Kirrlacher Kirche mit dem Eingang ins Langhaus durch den Turm und dem angeschlossenen Pfarrhaus mit Pfarrgarten, bzw. Kirchhof/Friedhof. Der Kirchturm hat einen Wetterhahn, wie es in unserer Region für katholische Kirchen üblich war. Der Turm und die Kirche haben eine dunkle Deckung, alle anderen Gebäude sind rot gedeckt. Und ganz wichtig: Der Ersteller der Zeichnung war wegen der anderen Details der Karte zwangsläufig ortskundig. Insofern dürfte die Darstellung nicht zufällig gewählt sein, so meine persönliche Vermutung.

Die Grundsteinlegung der heutigen vermutlich dritten Kirrlacher Pfarrkirche war am 27. September 1833. Baubeginn war ein Jahr später und am 25. Oktober 1835 konnte die Weihe erfolgen.

Die obige Darstellung aus dem Jahre 1806, egal wie exakt am Original der Kirrlacher Kirche, ist aus heutiger Sicht die älteste perspektivische Darstellung einer Kirrlacher Kirche. Es bleibt spannend, ob künftig noch irgendwo weitere Darstellungen und Hinweise auftauchen.

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Thesen zur Kirchenpädagogik

Pfarrkirche St. Kornelius und Cyprian Kirrlach

Pfarrkirche St. Kornelius und Cyprian in Waghäusel-Kirrlach. Es ist nicht bekannt, wann genau die erste Kirche in Kirrlach erbaut wurde. Die erste schriftliche Erwähnung über die Existenz eines Ortes namens „Kirloch“ findet sich in einer Urkunde aus dem Jahre 1234. Darin werden mit Siegeln des Stiftkapitels St. German zu Speyer, des Propstes eben dieses Stiftes und des Speyerer Domkapitels, die Rechte der Kirche in Kirloch und das Recht zur Einsetzung eines Pfarrers in dieser Vikarie geregelt.

Kirchenpädagogik will Kirchenräume für Menschen öffnen und den Sinngehalt christlicher Kirchen mit Kopf, Herz und Hand erschließen und vermitteln, um so Inhalte des christlichen Glaubens bekannt zu machen und einen Zugang zu spirituellen Dimensionen zu ermöglichen. Angesichts dieser Aufgabe tritt das jeweils unterschiedlich ausgeprägte Selbstverständnis der Konfessionen hinter den grundsätzlichen Gemeinsamkeiten zurück.

1. Kirchenpädagogik bringt Mensch und Kirchenraum in Beziehung.
Kirchenräume mit ihren in Architektur und Ausstattung bewahrten christlichen Glaubensaussagen und Traditionen können neue Bedeutung gewinnen, indem sie mit dem Lebenshorizont der beteiligten Menschen in Beziehung gesetzt werden. Kirchenpädagogik nimmt hierbei die Vorerfahrungen und Empfindungen der Teilnehmenden ernst und bezieht deren fremden Blick mit ein.

2. Kirchenpädagogik bedeutet raum- und erfahrungsbezogenes Arbeiten.
Kirchenräume sind Ort, Gegenstand und Medium der Kirchenpädagogik. Räume machen die eigene Leiblichkeit bewusst; sie werden mit dem ganzen Körper und mit allen Sinnen erfahren. Kirchenpädagogik erschließt Kirchenräume nicht nur sprachlich und visuell, sondern auch im Durchschreiten, Ertasten, Empfinden.

3. Kirchenpädagogik eröffnet Zugänge zu religiösen Erfahrungen.
Die besondere Ausstrahlung des Raumes sowie die persönliche Ansprache, die Konzentration der Wahrnehmung und die Verlangsamung des Alltagstempos in der kirchenpädagogischen Arbeit können Zugänge zu oftmals verschütteten religiösen Erfahrungen und Sehnsüchten der Beteiligten anbahnen. Kirchenpädagogik hat die Aufgabe, diesen Prozess unaufdringlich und behutsam zu moderieren.

4. Kirchenpädagogik arbeitet in methodischer Vielfalt.
Kirchenpädagogik greift ästhetische, dramaturgische, körperbezogene, musikalische und meditative Vermittlungsansätze so wie klassische Methoden der Religionspädagogik auf. Ihre Auswahl ist abhängig von der Zielgruppe, den thematischen Anknüpfungen im Kirchenraum und den örtlichen Rahmenbedingungen. Die Entwicklung methodischer Grundlinien aus den unterschiedlichen Ansätzen und Erfahrungen steht für die nächsten Jahre an.

5. Kirchenpädagogik braucht Zeit.
Das Lernen im Kirchenraum bedarf einer Verlangsamung, um Wahrnehmungsprozessen Raum zu geben und für Achtsamkeitserfahrungen Zeit zu lassen. Wer an einem kirchenpädagogischen Projekt beteiligt ist, nimmt sich Zeit. Für Schulklassen haben sich mehrere Stunden bewährt.

6. Kirchenpädagogik wirkt nach außen.
Kirchenpädagogik ist im Zusammenspiel von religions- und museumspädagogischer Bildungsarbeit mit Kindern und Jugendlichen entwickelt worden und hat hierin ihr ursprüngliches Aufgabenfeld. Sie verknüpft Inhalte des Religionsunterrichts mit den Fragen vieler Schulfächer, insbesondere des Geschichts-, Sachkunde-, Kunst-, Politik-, Latein- und Musikunterrichts. Die schulische Verfächerung wird am authentischen Ort christlicher Überlieferung und gelebter Praxis aufgebrochen. Den Schulen eröffnet die Kirchenpädagogik einen außerschulischen Lernort und wirkt ihrerseits auf die innerschulische Bildungsarbeit ein. Kirchenführungen für Touristen erhalten neue Impulse, wenn sie sich auf die Moderation des Dialogs zwischen den Menschen und dem Kirchenraum einlassen.

7. Kirchenpädagogik wirkt nach innen.
Kirchenpädagogik regt die gemeindepädagogische Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen an und verhilft durch die Erschließung des Kirchenraumes zu einer persönlichen Verwurzelung und Standortbestimmung. Sie macht die Stellung des Raumes im Alltag und in der gottesdienstlichen Feier der Gemeinde bewusst. Der Kirchenraum, seine Gestaltung, Betreuung und Vermittlung nach außen kann sich zu einer gemeindlichen Mitte entwickeln. Auch Menschen außerhalb traditioneller Formen der Gemeindearbeit lassen sich in dieses Aufgabengebiet einbinden.

8. Kirchenpädagogik ist eine langfristige Investition in die kommende Generation.
Die Zukunft der Kirche in der multikulturellen Gesellschaft hängt nicht unerheblich davon ab, ob den Menschen säkularisierter und anderer kultureller Kontexte christliche Inhalte verständlich und zugänglich gemacht werden können. Als ein Projekt der Übersetzung an der Schwelle zwischen Kirche und Gesellschaft leistet die Kirchenpädagogik für die Begegnung mit der biblischen Botschaft einen unverzichtbaren Beitrag. Dieser Stellenwert muss sowohl Kirchengemeinden wie Landeskirchen und Bistümern in nächster Zeit vermittelt werden, da Kirchenpädagogik nicht zuletzt auf konkrete Unterstützung vor Ort angewiesen ist!

Beschluss des Bundesverbandes, Osnabrück, 2002

Kirchenpädagogisches Engagement entsteht an kleinen und großen, kunsthistorisch bedeutsamen und auch schlichten Kirchen. Aktuell bereite ich Kurse für meine Heimatkirchen vor: Die Friedenskirche in Waghäusel und die Pfarrkirche in Kirrlach. Interesse? Melden Sie sich einfach bei mir. Ich freue mich auf Ihre Meldung.

Roland Liebl

im März 2018

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Geothermie-Fakten

Erdwärme bzw. Geothermie ist eine nachhaltige und nicht versiegende Wärmequelle, die man unter bestimmten Voraussetzungen auf dem eigenen Grundstück nutzen kann. Sie zählt zu den erneuerbaren Energien und ist ein wichtiger Eckpfeiler einer klimaschonenden Umweltpolitik. Die häufigste Anwendung zur Erschließung der Erdwärme ist die Erdwärmesonde.

In Deutschland sind rund 316 000 Geothermieanlagen in Betrieb, in Baden-Württemberg sind es aktuell mehr als 35 000 Erdwärmesonden. Um Vorurteile gegenüber dieser Technologie abzubauen, bringt das Land Baden-Württemberg nun eine Broschüre für Verbraucher und Anwender heraus, zu der auch Experten des KIT beigetragen haben.

In dem Prospekt werden 21 Missverständnisse benannt und mit Fakten aus Praxis und Theorie aufgeklärt, etwa die angebliche Unversicherbarkeit von Bohrungen, der widerlegte Zusammenhang zu Erdbeben und der vorgeschobene Aufwand der Genehmigung.

Runterladbar ist das Faltblatt des Umweltministeriums von Baden-Württemberg unter um.baden-wuerttemberg.de/de/service/publikation/did/erdwaermesonden-erdwaerme-erfolgreich-nutzen

Erdwärme: Eine quasi nicht versiegende Dauer-Energiequelle für 24 h am Tag und 365 Tage im Jahr.

Nicht zu verwechseln ist mit dieser Technik die sogenannte Tiefengeothermie. Als Tiefengeothermie bezeichnet man die Nutzung der Erdwärme in Tiefen zwischen 400 und 5.000 Metern. Im Vergleich zur oberflächennahen Geothermie sind dort die Temperaturen weitaus höher. Neben der Wärmeversorgung ist Tiefengeothermie auch für die Stromerzeugung nutzbar. Ab einer Temperatur von etwa 90 Grad Celsius ist eine wirtschaftliche Stromerzeugung möglich. Der Vorteil der Geothermie ist ihre ständige Verfügbarkeit. Die geothermische Stromerzeugung in Deutschland steht noch am Anfang. Bis heute sind nur wenige Anlagen, vor allem in Süd- und Südwestdeutschland in Betrieb.

Der Oberrheingraben ist für diese Technik prädestiniert, weil hier wegen der geologischen Besonderheiten der Temperaturanstieg in der Erdkruste etwa doppelt so schnell erfolgt, d.h. man müsste nur halb so tief bohren.

Schon seit über zehn Jahren beschäftige ich mich mit diesem Thema, insbesondere mit den Fehlern und Problemen der bisherigen Projekte.

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Spendenübergabe – Bei Stallweihnacht kommen 1050 Euro für ambulante Helfergruppe zusammen

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Eine Gemeinschaftsaktion an Heiligabend ermöglichte diese Spende: „Waghäusel hilft“, „Dialog Integration Freundschaft“, „Förderverein Musikschule“, Förderverein Friedenskirche“, „Heimatverein Kirrlach“, Familie Rupp und die Gastgeber: Familie Meerwarth vom Forlenhof.

Kommt ein stationärer Hospizdienst?

Die Diskussion ist angestoßen und bereits in die Öffentlichkeit getragen. Es geht um die Frage nach einem stationären Hospizdienst in Waghäusel und Umgebung. Brauchen wir eine solche Einrichtung? Besteht ein Bedarf? Können wir die Idee logistisch und finanziell auch umsetzen? Bei einer Spendenübergabe an die „Ambulante Hospizgruppe Bruchsal und Umgebung“ setzte Waghäusels Stadtrat Roland Liebl in Anwesenheit von Vertretern fünf im sozialen und kulturellen Bereich tätigen Organisationen, darunter OB-Stellvertreterin Krimhilde Rolli und Pfarrer Hartmut Rupp, die aus seiner Sicht notwendige Debatte in Gang und versicherte, das Thema im größeren Kreis anzugehen.

„Sterben gehört zum Leben. Und dennoch ist es das große Tabu unserer Zeit. Für Gedanken ans Sterben gibt es in der Leistungsgesellschaft und in Zeiten der Hochleistungsmedizin keinen Platz. Auch die Städte und Gemeinden schieben das Thema einfach beiseite, als existiere es nicht“, so eine geäußerte Meinung. „Ganz, ganz groß“ sei inzwischen der Bedarf, der immer weiter steige, bekundete das Vorstandsteam der Hospizgruppe um Dieter Elschner, Irene Heidinger und die Waghäuseler Mitarbeiterin Elvira Köhler. Hospize haben es sich zur Aufgabe gemacht, unheilbar Kranke in ihrer letzten Lebensphase im Sinne der „Palliative Care“ zu versorgen.

An der Grenze der Belastbarkeit

„Oft befinden sich die Angehörigen am Rande ihrer Belastbarkeit. Neben der psychischen Belastung melden sich auch die physischen Grenzen“, erklärte Köhler. Hier gelt es, eine Balance herzustellen zwischen den Sterbenden und den Trauernden und eine Stütze für beide zu sein. „Wir fragen nicht nach Religion, Nationalität und Weltanschauung, allein der Mensch zählt“, sagte sie.

Um dafür das für die Arbeit nötige Rüstzeug zu haben, bedürfe es Fortbildungen und Supervisionen. Das alles koste Geld und müsse über Spenden finanziert werden. 38 Mitarbeiter zähle derzeit die ambulante Hospizgruppe. „Wir haben keine Lobby, wir sind auf uns allein gestellt“, betont das Team. „Wir sind rund um die Uhr im Einsatz: zu Hause und in Pflegeheimen. Inzwischen sind wir in jeder Kommune im nördlichen Landkreis tätig.“ Ein weiterer Schritt zur Etablierung ist seit kurzem getan: Im „Cafe Regenbogen“ im Wiesentaler Paul-Schneider-Gemeindesaal gibt es jetzt eine feste Begegnungsmöglichkeit für Trauernde.

Wo kommt die übergebene Spende her? Die Stallweihnacht 2017 auf dem Bauernhof der Familie Meerwarth auf Gemarkung Oberhausen hatte nicht nur zu einem beeindruckenden Erlebnis für jeden der gut 400 Teilnehmer geführt, sondern jetzt auch zu einer stattlichen finanziellen Hilfe für den Hospizdienst. Die Besucher auf dem Forlenhof mussten nichts bezahlen, sie konnten aber spenden. So bekamen die Veranstalter einen stolzen Betrag von 1050 Euro zusammen. wr

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Fahrradkonzept in Waghäusel

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Auf Antrag der CDU-Fraktion soll Waghäusel deutlich fahrradfreundlicher werden. Damit das Fahrrad öfter den Vorzug erhält, müssen für mich folgende Kriterien erfüllt sein: „Mit dem Rad muss es bequemer, sicherer und schneller gehen als mit anderen Verkehrsmitteln“.

Vorwiegend genutzt wird das Rad für Strecken zwischen einem und fünf Kilometern, z.B. für Fahrten zu den Bahnhöfen, den Schulen oder zum Einkauf.

Ich achte bei allen Straßenbaumaßnahmen auf Potenziale zur Verbesserung der aktuell nach wie vor nicht optimalen Situation:

  • In den Fokus der Konzeption gehören die  innerörtliche Radverkehrsverbindungen, aber auch die Außerortsverbindungen zu den Nachbargemeinden.
  • Neben dem baulich getrennten Radweg stehen die Instrumente „Radfahrstreifen“ und „Schutzstreifen“ zur Auswahl, soweit überhaupt Radverkehrsanlagen erforderlich sind.
  • Für die Schnittstellenoptimierung Rad und ÖPNV ist das Fahrradparken „Bike+Ride“ an Haltestellen zu untersuchen. Am Bahnhof Wiesental zum Beispiel ergab die erste Bestandsuntersuchung der vier vorhandenen Fahrradabstellplätze bereits heute eine Auslastung von 70%.
  • Ziel ist es, dass künftig hochwertige und sichere Abstellanlagen, z. B. für Pedelecs, als Fahrradeinhausung oder kleines Fahrradparkhaus zu schaffen sind.

Unter der E-Mail-Adresse: radverkehr@waghaeusel.de können sich Bürgerinnen und Bürger in den aktuellen Prozess der Radverkehrskonzepterstellung direkt einbringen.

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Sitzungsunterlagen und Beschlüsse für alle einsehbar!

Seit der letzten Reform der Gemeindeordnung gilt, was ich schon viele Jahre gefordert habe. Paragraf 41b der Gemeindeordnung Baden-Württemberg schreibt jetzt in den Absätzen zwei und drei vor, dass „die der Tagesordnung beigefügten Beratungsunterlagen für öffentliche Sitzungen auf der Internetseite der Gemeinde 2018_01_25_Gemeinderatzu veröffentlichen“ sind, „nachdem sie den Mitgliedern des Gemeinderates zugegangen sind.“ Außerdem sind „in öffentlichen Sitzungen die Beratungsunterlagen im Sitzungsraum für die Zuhörer auszulegen.

Schauen Sie ins Internet oder fragen Sie als Zuschauer bei der nächsten Gemeinderatssitzung einfach nach.

Besonderheiten:

  1. Im Internet sind die Tagesordnung und die Sitzungsunterlagen sogar schon eine Woche vor der Veröffentlichung im Mitteilungsblatt einsehbar.
  2. Die vom Gemeinderat gefassten Beschlüsse sind nun spätestens nach einer Woche online einsehbar.
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