BUND Bruhrain wirbt in Waghäusel für Aktion „Miese Radwege“

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Bringen Sie sich ein. Melden Sie kritische Punkte wie Loch, Riss, Hubbel, verwirrende Kennzeichung, Weg ins Nichts. Bitte einfach das Bild anklicken und eintragen. Der nächste Termin zu einer kleinen Infotour findet am Freitag, den 2. September um 19:00 Uhr statt. Treffpunkt ist beim Spielplatz Großallmendweg (Helmut-Kohl-Str.) in Kirrlach (Bild: Liebl)

„Gesucht: Miese Radwege“: Diesen Aufruf startete der BUND Bruhrain. Radfahrer können per Mausklick ihre Kritikpunkte per Online-Mitmachkarte kundtun. Sinn der jetzt voll anlaufenden Aktion ist, einerseits bevorzugt innerörtlich infrastrukturell bessere Verhältnisse für Radfahrer zu befördern, zum anderen aber grundsätzlich Autofahrer zu bewegen, wann immer möglich auf den Drahtesel umzusatteln.

Gerade bei kurzen Wegestrecken ließe sich viel CO2, aber auch Zeit sparen, so der BUND. Aber marode oder gefährliche Radwege würden viele vom Umstieg abhalten. Es sei Zeit, dies zu ändern. Mängel erkennt Vorsitzender Werner Heißler auch in Waghäusel etwa bei kombinierten Rad- und Fußwegen. Das gehe überhaupt nicht, betont er. Prinzipiell müsste man in die Köpfe bringen, dass es sich bei Rad- und Autofahrern um gleichrangige Verkehrsteilnehmer handle. Vorrangig aber gelte das Augenmerk jetzt den großen Defiziten bei Fahrradparkplätzen. Damit wolle man nun auf Handel und Gewerbetreibende zugehen. Teils gestalte sich die Lage da zwar schon sehr gut, aber im Ganzen gebe es Potenziale, diese deutlich zu verbessern. Betroffen sind ebenso öffentliche Radparkplätze, wie Heißler am Beispiel eines Bodenradständers am Bahnhof Waghäusel demonstriert. Dort versucht gerade ein Mann, seinen Drahtesel standfest unterzubringen, was nicht so recht gelingen will. „Der taugt wirklich nichts. Man muss befürchten, dass der Vorderreifen abknickt, und das Rad sicher per Schloss am Rahmen zu verankern, geht sowieso nicht“, kritisiert der Mann.

Ich war bei einer Vortour am Dienstag, den 2. September in Waghäusel dabei und begrüße die aktuelle Mitmachaktion des BUND als wichtige Vorbereitung für das angestrebte Ziel von Waghäusel. Schließlich wollen wir „Fahrradfreundliche Kommune“ werden:

„Mit Schreiben vom 27.07.2016 wurde Waghäusel offiziell die Mitgliedschaft im AGFK (Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundlicher Kommunen) durch den Vorsitzenden Bürgermeister Obert aus Karlsruhe bestätigt. Oberbürgermeister Heiler sieht die Stadt durch diesen ersten Schritt auf gutem Weg, am Ende ein zukunftsorientiertes und nachhaltiges Radkonzept zu entwickeln.

Der Umwelt- und Verkehrsausschuss der Stadt hatte im Hinblick auf das geplante Radkonzept beschlossen, die Mitgliedschaft zu beantragen und die Auszeichnung „Fahrradfreundliche Kommune“ anzustreben.

In der AGFK haben sich mittlerweile 58 Gemeinden und Landkreise in Baden-Württemberg unter dem Dach der Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg zu einem Netzwerk zusammengeschlossen. Dabei steht der Wissenstransfer im Vordergrund.

Nachdem die erste Maßnahme nun abgeschlossen ist, gilt es gemäß dem Beschluss, ein geeignetes Fachplanungsbüro zu beauftragen, das den Prozess des Radkonzeptes fachkundig begleitet. Dabei werden dann die Bürgerschaft und die Interessengruppen mit einbezogen, um ein Konzept mit breitem Konsens zu erarbeiten. Andere Aktionen außerhalb der vom Umwelt- und Verkehrsausschuss festgelegten Marschrichtung sind derzeit kontraproduktiv, weil eine Prüfung von Vorschlägen in fachlicher und rechtlicher Hinsicht nur mit der entsprechenden planerischen Begleitung erfolgen kann. „

Bringen Sie sich ein. Melden Sie kritische Punkte wie Loch, Riss, Hubbel, verwirrende Kennzeichungen, Wege ins Nichts, usw.

Weitere Infos dazu:

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Waghäusel ist in diesem Sommer bisher wärmster Ort Deutschlands

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Waghäusel ist in diesem Sommer bislang der wärmste Ort Deutschlands. Das hat der Deutsche Wetterdienst in einer ersten Bilanz mitgeteilt. Die Temperaturen erreichten in der Stadt durchschnittlich 19,6 Grad. Bundesweit lag der Durchschnitt bei 17,3 Grad (Quelle: http://www.swr.de am 07. August 2016)

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Heimatverein beim Festumzug des Musikvereins

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Mit der Festumzugsteilnahme am Sonntag, den 17. Juli 2016 wurde die Verbundenheit des Heimatvereins zum Kirrlacher Musikverein, sowie zum Waghäuseler Vereinsleben zum Ausdruck gebracht (Bild: Hoffmann)

Beim Festumzug des Musikvereins Kirrlach am Sonntagnachmittag nahmen neben Motivgruppen der örtlichen Vereine insgesamt 10 Musikkapellen teil (MV Kirrlach, Musikfreunde Reilingen, MV Kronau, MV Liedolsheim, MV Neuthardt, MV Münzesheim, MV Wiesental, MV Oberhausen, Trachtenkapelle Flattach, Schalmeienkapelle des Radfahrervereins Kirrlach).

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Kostenloses WLAN in Waghäusel kommt

wlan-1425406_960_720Waghäusel ist eine familienfreundliche Stadt. Für viele Menschen aller Altersschichten ist der Zugang zum Internet unabhängig von Zeit und Ort bereits Selbstverständlichkeit. Auf diese Weise kann man sich jederzeit informieren oder über digitale Medien mit anderen Menschen austauschen. Ein in die Fläche gehendes Angebot für einen mobilen Netzzugang steigert die Attraktivität nicht nur bei seinen Bürgerinnen und Bürgern, sondern auch bei Besucherinnen und Besuchern unserer Stadt.

Viele Städte bedienen sich hierfür sogenannter Hotspots kommerzieller Anbieter. Für Waghäusel sind drei beantragt, einer bei der Eremitage, einer im Zentrum von Wiesental und einer im Zentrum von Kirrlach. Den Vorstoß der CDU-Fraktion unterstütze ich.

Ein Angebot in der Breite ist aber auf diese Weise üblicherweise mit hohen Investitionen und laufenden Kosten für die Stadt verbunden. Eine kostenlose Alternative war beim Jubiläum des Musikvereins Kirrlach vor wenigen Tagen verfügbar: Im Festzelt war das gesamte Festwochenende Freifunk, d.h. kostenloses Internet für alle, verfügbar.

Freifunk-­Netze werden von Menschen in Eigenregie aufgebaut und gewartet. Jeder Freifunker stellt einen WLAN-Router, auf dem eine spezielle Freifunk-­Firmware aufgespielt wird, für den Datentransfer der anderen Teilnehmer zur Verfügung. Im Gegenzug kann er oder sie ebenfalls Daten, wie zum Beispiel Text, Musik und Filme über das Freifunk-­‐Netz übertragen oder über von Teilnehmern eingerichtete Dienste im Netz Chatten, Telefonieren und gemeinsam Onlinespiele spielen. Viele Freifunker stellen zudem ihren Internetzugang zur Verfügung und ermöglichen anderen den Zugang zum Internet. Die Nutzung von Freifunk steht jedem Menschen frei, erfordert keine Registrierung und der Zugang ist in der Regel weder zeitlich noch technisch begrenzt. Deswegen halte ich diesen Ansatz über Freifunk für außerordentlich interessant. Im Gemeinderat werbe ich dafür, denn die Stadt hat viele Immobilien an gut geeigneten Plätzen. 

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In diesem Jahr gibt es die bisher meisten Tropennächte in Waghäusel-Kirrlach

In diesen Tagen kann man regional kaum durchlüften, denn nachts kühlt die Luft teilweise nicht unter die 20-Grad-Marke ab.

Am heutigen Montagmorgen war der wohl angenehmste Ort Deutschlands am Rande Berlins zu finden: Am Kaniswall wurden erfrischende 11,9°C gemessen. Ansonsten konnte die Luft kaum abkühlen, denn die viele Feuchtigkeit ließ die Strahlung nicht in den Weltraum entweichen und auch die dichten Wolken verhinderten ein Absinken auf schlaffreundliche Tiefstwerte. Tropisch war die vergangene Nacht in Frankfurt am Main-Westend mit 20,6°C und in Waghäusel-Kirrlach am Oberrhein zwischen Karlsruhe und Mannheim mit 20,3°C.

Eine Tropennacht ist laut Definition eine Nacht, in der die Luft nicht unter 20,0°C abkühlt. Im langjährigen Durchschnitt ist das vor allem entlang des Rheins der Fall, wie die gelben Flächen in unserer Abbildung auf der linken Seite zeigen. Zu sehen ist die durchschnittliche Anzahl von Tropennächten im Klimazeitraum 1961 – 1990. Während in den allermeisten Regionen Deutschlands das vieljährige Mittel für tropische Nächte nur im Zehntelbereich (0 bis 0,1) liegt, sind es am Oberrhein deutlich mehr. Spitzenreiter ist Heidelberg mit 3,3 Tropennächten. Leider wurde diese Station vom Deutschen Wetterdienst im September 2012 geschlossen, so dass es für 2016 keine Vergleichswerte gibt. Wie klimatisch begünstigt diese Station lag, zeigt der Vergleich mit dem benachbarten Mannheim: Dort liegt das Mittel für Tropennächte deutlich niedriger bei 0,7. Besonders anfällig für tropische Nächte ist aber auch das Ruhrgebiet mit seiner dichten städtischen Bebauung. Der Ballungsraum mit seinen vielen Gebäuden und relativ wenigen Grünflächen sorgt dafür, dass die Wärmestrahlung in den Nächten nicht ungehindert entweichen kann, sondern dass sie wiederholt zwischen den Gebäuden reflektiert wird und somit gefangen ist. Beispielhaft für eine solche Station ist die Stadt Duisburg, wo im Schnitt pro Jahr 2,1 Tropennächte auftreten. Häufiger mal Tropennächte erlebt man auch in Bad Bergzabern in der Südpfalz. Dort ist es aber nicht die Bebauung, die förderlich für laue Sommernächte ist, sondern die besondere geografische Lage. Am Osthang des Pfälzer Waldes gelegen, sorgen seichte Südwest- oder Westwinde in einigen Nächten dafür, dass sich die Luft an der Ostabdachung des Mittelgebirges erwärmen kann und so die Luft nicht unter 20°C abkühlen kann.

Und 2016? In diesem Jahr gibt es die bisher meisten Tropennächte in Waghäusel-Kirrlach (24. Juni: 20,9°C; 24. Juli: 20,0°C und 25. Juli: 20,3°C). Bad Bergzabern und Frankfurt am Main-Westend folgen mit jeweils zwei Nächten. Doch das ist wenig im Vergleich zu den Jahren mit sehr heißen Sommern wie 2003 oder 2015. Im Jahr 2003 wurden in Kehl bei Straßburg 21 Tropennächte registriert. Der Sommer 2015 schaffte an den Stationen Waghäusel-Kirrlach und Bad Bergzabern 13 Tropennächte und in Frankfurt am Main-Westend fiel in beiden Sommern an 12 Nächten die Minimumtemperatur nicht unter 20°C.
Viel Luft nach oben also noch und kein Wunder bisher … wird uns der Sommer 2016 doch wohl als sehr regenreicher Sommer in Erinnerung bleiben.

25. Juli 2016
Dipl.-Met. Michael Köckritz
ARD-Wetterredaktion

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Auch bei den Tagestemperaturen sind wir Spitze. Am vergangenen Mittwoch, den 20. Juli 2016 waren wir zumindest landesweit mit 36,2 Grad Spitzenreiter (Quelle: SWR Landesschau am 21. Juli 2016)

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Persönlicher Erfolg: Änderung zum Flächennutzungsplan 2025 „Teilfortschreibung Wohnen“ – Schwerpunkt Kirrlach

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Die Fehlentscheidungen auf Basis der falschen Hochwassergefahrenkarte werden beseitigt. Kirrlach erhält bereits beschlossenes Entwicklungspotential (weiße Flächen rechts oben mit „W“ gekennzeichnet) zurück (Bildquelle: Sitzungsunterlagen der Gemeinderatssitzung von Waghäusel, Montag, 11. Juli 2016)

Steter Tropfen höhlt den Stein: Auch wenn die Gesamtfortschreibung des Flächennutzungsplanes erst seit dem 05. Februar 2016 rechtswirksam geworden ist, wurde bereits vor Feststellungsbeschluss der Fortschreibung von mir erkannt und eingefordert, dass mit den veränderten politischen und sozialen Entwicklungen Themen der Wohnraumfindung auch für die Stadt Waghäusel, insbesondere im Stadtteil Kirrlach, relevant werden. Ein weiterer Anlass, die Thematik der Wohnbauentwicklung auf gesamtstädtischer Ebene neu zu beleuchten, ergab sich aus der im Juni 2015 auf mein intensives Drängen überarbeiteten Hochwassergefahrenkarte. Bereiche, die im Zuge der Fortschreibung des Flächennutzungsplanes 2025 noch als „vom Hochwasser gefährdeter Bereich“ eingestuft waren, können nun nach der neuen Hochwassergefahrenkarte auf Tauglichkeit für die Wohnraumbereitstellung beleuchtet werden. In der öffentlichen Gemeinderatsitzung am 16. November 2015, in welcher u.a. auch der Feststellungsbeschluss der FNP Fortschreibung 2015 beschlossen wurde, ist deshalb bereits der Wunsch nach einer unverzüglichen Teilfortschreibung im Hinblick auf die Ausweisungen weiterer Wohngebiete insbesondere im Stadtteil Kirrlach formuliert worden. Der Gemeinderat der Stadt Waghäusel hat auf seiner Sitzung am 11. Juli 2016 die notwendigen Beschlüsse gefasst.

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Eineinhalb Jahre: Ruhe und Besonnenheit

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Ich teile diese Meinung (Quelle: Leserbrief, BNN vom 14. Juni 2016, Ausgabe 135, Seite 25)

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Ich kenne keinen Gemeinderatsbeschluss, der den Abriss erstmals nach neun Jahren Vertragslaufzeit ermöglicht. Die „Ruhe und Besonnenheit“ von vielen Waghäuseler Gemeinderäten überrascht mich allerdings schon. Ich gehöre nicht zu dieser Mehrheit und fühle mich als Gemeinderat wirklich veräppelt (Quelle: Facebook, Waghäusel – News vom 6. Juli 2016).

Andere hätten sich über die so empfundene Veräppelung geärgert, hätten Böses gesagt oder geschrieben oder wären vielleicht ausgeflippt. Nicht so die Mehrheit des Waghäusler Gemeinderats – die Befürworter des Silo-Abrisses. Fast eineinhalb Jahre bewahrten sie Ruhe und Besonnenheit – und zeigten auch Leidensfähigkeit. Taten so, als sei nichts geschehen. Diese stoische staatsmännische Haltung verdient Respekt.

Immerhin, nach nahezu eineinhalb Jahren hat jetzt eben diese Mehrheit reagiert und beantragt eine „Gemeinderatssitzung zu Verträgen der Stadt Waghäusel mit Mobilfunkanbieter Vodafone und Telefonica“. So steht zu lesen: „Aufgrund der aktuellen Presseveröffentlichung zum Siloabriss haben die Fraktionen der FWV, CDU und JL den Antrag gestellt, die Mobilfunkanbieter zu einem Vorort-Termin und anschließender Gemeinderatsitzung einzuladen, um über den aktuellen Sachstand Aufklärung zu erhalten.“

Was kann, was soll dabei herauskommen? Wir fragen, ihr antwortet – und dann gehen wir alle zufrieden nach Hause?

Wir erinnern uns:
Anfang des Jahres 2015 (!) beschloss der Gemeinderat mit Mehrheit, dass die zwei alten Silos abgerissen werden sollen. Doch wenige Tage nach dem Beschluss informiert der OB über eine angeblich übersehene Vertragssituation. So etwa: „Wir haben da eine Überraschung für euch. Ihr glaubt es kaum: Auf einem der Silos befindet sich eine Funkanlage mit einer Vertragsdauer bis Ende 2022.“ Ja, so etwas weiß man erst nach der Sitzung und nach der Beschlussfassung.

Vermutlich wusste ein Teil des Gemeinderats davon und ließ die Abriss-Kollegen blutige Nasen holen. Spricht für eine gute, ehrliche Zusammenarbeit in der Großen Kreisstadt oder?

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