Geothermie-Fakten

Erdwärme bzw. Geothermie ist eine nachhaltige und nicht versiegende Wärmequelle, die man unter bestimmten Voraussetzungen auf dem eigenen Grundstück nutzen kann. Sie zählt zu den erneuerbaren Energien und ist ein wichtiger Eckpfeiler einer klimaschonenden Umweltpolitik. Die häufigste Anwendung zur Erschließung der Erdwärme ist die Erdwärmesonde.

In Deutschland sind rund 316 000 Geothermieanlagen in Betrieb, in Baden-Württemberg sind es aktuell mehr als 35 000 Erdwärmesonden. Um Vorurteile gegenüber dieser Technologie abzubauen, bringt das Land Baden-Württemberg nun eine Broschüre für Verbraucher und Anwender heraus, zu der auch Experten des KIT beigetragen haben.

In dem Prospekt werden 21 Missverständnisse benannt und mit Fakten aus Praxis und Theorie aufgeklärt, etwa die angebliche Unversicherbarkeit von Bohrungen, der widerlegte Zusammenhang zu Erdbeben und der vorgeschobene Aufwand der Genehmigung.

Runterladbar ist das Faltblatt des Umweltministeriums von Baden-Württemberg unter um.baden-wuerttemberg.de/de/service/publikation/did/erdwaermesonden-erdwaerme-erfolgreich-nutzen

Erdwärme: Eine quasi nicht versiegende Dauer-Energiequelle für 24 h am Tag und 365 Tage im Jahr.

Nicht zu verwechseln ist mit dieser Technik die sogenannte Tiefengeothermie. Als Tiefengeothermie bezeichnet man die Nutzung der Erdwärme in Tiefen zwischen 400 und 5.000 Metern. Im Vergleich zur oberflächennahen Geothermie sind dort die Temperaturen weitaus höher. Neben der Wärmeversorgung ist Tiefengeothermie auch für die Stromerzeugung nutzbar. Ab einer Temperatur von etwa 90 Grad Celsius ist eine wirtschaftliche Stromerzeugung möglich. Der Vorteil der Geothermie ist ihre ständige Verfügbarkeit. Die geothermische Stromerzeugung in Deutschland steht noch am Anfang. Bis heute sind nur wenige Anlagen, vor allem in Süd- und Südwestdeutschland in Betrieb.

Der Oberrheingraben ist für diese Technik prädestiniert, weil hier wegen der geologischen Besonderheiten der Temperaturanstieg in der Erdkruste etwa doppelt so schnell erfolgt, d.h. man müsste nur halb so tief bohren.

Schon seit über zehn Jahren beschäftige ich mich mit diesem Thema, insbesondere mit den Fehlern und Problemen der bisherigen Projekte.

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Spendenübergabe – Bei Stallweihnacht kommen 1050 Euro für ambulante Helfergruppe zusammen

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Eine Gemeinschaftsaktion an Heiligabend ermöglichte diese Spende: „Waghäusel hilft“, „Dialog Integration Freundschaft“, „Förderverein Musikschule“, Förderverein Friedenskirche“, „Heimatverein Kirrlach“, Familie Rupp und die Gastgeber: Familie Meerwarth vom Forlenhof.

Kommt ein stationärer Hospizdienst?

Die Diskussion ist angestoßen und bereits in die Öffentlichkeit getragen. Es geht um die Frage nach einem stationären Hospizdienst in Waghäusel und Umgebung. Brauchen wir eine solche Einrichtung? Besteht ein Bedarf? Können wir die Idee logistisch und finanziell auch umsetzen? Bei einer Spendenübergabe an die „Ambulante Hospizgruppe Bruchsal und Umgebung“ setzte Waghäusels Stadtrat Roland Liebl in Anwesenheit von Vertretern fünf im sozialen und kulturellen Bereich tätigen Organisationen, darunter OB-Stellvertreterin Krimhilde Rolli und Pfarrer Hartmut Rupp, die aus seiner Sicht notwendige Debatte in Gang und versicherte, das Thema im größeren Kreis anzugehen.

„Sterben gehört zum Leben. Und dennoch ist es das große Tabu unserer Zeit. Für Gedanken ans Sterben gibt es in der Leistungsgesellschaft und in Zeiten der Hochleistungsmedizin keinen Platz. Auch die Städte und Gemeinden schieben das Thema einfach beiseite, als existiere es nicht“, so eine geäußerte Meinung. „Ganz, ganz groß“ sei inzwischen der Bedarf, der immer weiter steige, bekundete das Vorstandsteam der Hospizgruppe um Dieter Elschner, Irene Heidinger und die Waghäuseler Mitarbeiterin Elvira Köhler. Hospize haben es sich zur Aufgabe gemacht, unheilbar Kranke in ihrer letzten Lebensphase im Sinne der „Palliative Care“ zu versorgen.

An der Grenze der Belastbarkeit

„Oft befinden sich die Angehörigen am Rande ihrer Belastbarkeit. Neben der psychischen Belastung melden sich auch die physischen Grenzen“, erklärte Köhler. Hier gelt es, eine Balance herzustellen zwischen den Sterbenden und den Trauernden und eine Stütze für beide zu sein. „Wir fragen nicht nach Religion, Nationalität und Weltanschauung, allein der Mensch zählt“, sagte sie.

Um dafür das für die Arbeit nötige Rüstzeug zu haben, bedürfe es Fortbildungen und Supervisionen. Das alles koste Geld und müsse über Spenden finanziert werden. 38 Mitarbeiter zähle derzeit die ambulante Hospizgruppe. „Wir haben keine Lobby, wir sind auf uns allein gestellt“, betont das Team. „Wir sind rund um die Uhr im Einsatz: zu Hause und in Pflegeheimen. Inzwischen sind wir in jeder Kommune im nördlichen Landkreis tätig.“ Ein weiterer Schritt zur Etablierung ist seit kurzem getan: Im „Cafe Regenbogen“ im Wiesentaler Paul-Schneider-Gemeindesaal gibt es jetzt eine feste Begegnungsmöglichkeit für Trauernde.

Wo kommt die übergebene Spende her? Die Stallweihnacht 2017 auf dem Bauernhof der Familie Meerwarth auf Gemarkung Oberhausen hatte nicht nur zu einem beeindruckenden Erlebnis für jeden der gut 400 Teilnehmer geführt, sondern jetzt auch zu einer stattlichen finanziellen Hilfe für den Hospizdienst. Die Besucher auf dem Forlenhof mussten nichts bezahlen, sie konnten aber spenden. So bekamen die Veranstalter einen stolzen Betrag von 1050 Euro zusammen. wr

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Fahrradkonzept in Waghäusel

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Auf Antrag der CDU-Fraktion soll Waghäusel deutlich fahrradfreundlicher werden. Damit das Fahrrad öfter den Vorzug erhält, müssen für mich folgende Kriterien erfüllt sein: „Mit dem Rad muss es bequemer, sicherer und schneller gehen als mit anderen Verkehrsmitteln“.

Vorwiegend genutzt wird das Rad für Strecken zwischen einem und fünf Kilometern, z.B. für Fahrten zu den Bahnhöfen, den Schulen oder zum Einkauf.

Ich achte bei allen Straßenbaumaßnahmen auf Potenziale zur Verbesserung der aktuell nach wie vor nicht optimalen Situation:

  • In den Fokus der Konzeption gehören die  innerörtliche Radverkehrsverbindungen, aber auch die Außerortsverbindungen zu den Nachbargemeinden.
  • Neben dem baulich getrennten Radweg stehen die Instrumente „Radfahrstreifen“ und „Schutzstreifen“ zur Auswahl, soweit überhaupt Radverkehrsanlagen erforderlich sind.
  • Für die Schnittstellenoptimierung Rad und ÖPNV ist das Fahrradparken „Bike+Ride“ an Haltestellen zu untersuchen. Am Bahnhof Wiesental zum Beispiel ergab die erste Bestandsuntersuchung der vier vorhandenen Fahrradabstellplätze bereits heute eine Auslastung von 70%.
  • Ziel ist es, dass künftig hochwertige und sichere Abstellanlagen, z. B. für Pedelecs, als Fahrradeinhausung oder kleines Fahrradparkhaus zu schaffen sind.

Unter der E-Mail-Adresse: radverkehr@waghaeusel.de können sich Bürgerinnen und Bürger in den aktuellen Prozess der Radverkehrskonzepterstellung direkt einbringen.

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Sitzungsunterlagen und Beschlüsse für alle einsehbar!

Seit der letzten Reform der Gemeindeordnung gilt, was ich schon viele Jahre gefordert habe. Paragraf 41b der Gemeindeordnung Baden-Württemberg schreibt jetzt in den Absätzen zwei und drei vor, dass „die der Tagesordnung beigefügten Beratungsunterlagen für öffentliche Sitzungen auf der Internetseite der Gemeinde 2018_01_25_Gemeinderatzu veröffentlichen“ sind, „nachdem sie den Mitgliedern des Gemeinderates zugegangen sind.“ Außerdem sind „in öffentlichen Sitzungen die Beratungsunterlagen im Sitzungsraum für die Zuhörer auszulegen.

Schauen Sie ins Internet oder fragen Sie als Zuschauer bei der nächsten Gemeinderatssitzung einfach nach.

Besonderheiten:

  1. Im Internet sind die Tagesordnung und die Sitzungsunterlagen sogar schon eine Woche vor der Veröffentlichung im Mitteilungsblatt einsehbar.
  2. Die vom Gemeinderat gefassten Beschlüsse sind nun spätestens nach einer Woche online einsehbar.
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Abrissbeschluss für Silos nach drei Jahren endlich vollziehen!

Am 09. Februar 2015 hat der Gemeinderat meinen Antrag zum unverzüglichen Abriss der Silos zugestimmt. Ich habe damals die notwendigen Unterschriften auf dem Neujahrsempfang 2015 gesammelt. Exakt drei Jahre später erwägt OB Heiler medienwirksam auf dem Neujahrsempfang 2018 einen Bürgerentscheid dazu. Die SPD spricht in ihrer Haushaltsrede vom „Durchpeitschen eines Beschlusses“.

Ich erspare mir weitere Kommentare und zitiere stattdessen einen Kommentar und einen aktuellen Leserbriefe aus den BNN. Sie bringen vieles auf den Punkt:

Silos Kommentar

Kommentar aus den BNN vom 13. Januar 2018: … Und ein Bürgerentscheid wäre ohnehin nur dann sinnvoll, wenn es eine konkrete Alternative zum Abriss gäbe. Wer hier eine zündende Idee hat (und einen Finanzierungsplan dazu), sollte sie jetzt vortragen. Oder für immer schweigen. Denn eigentlich hat der Gemeinderat bereits über das Aus entschieden. Sogar schon zwei Mal. Diese demokratische Entscheidung zu akzeptieren, das wäre zur Abwechslung auch nicht die schlechteste Idee.

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BNN vom 17. Janaur 2018: Des OBs Wille geschehe: Nun haben wir sie auch in Waghäusel – die Bürgernähe – die von vielen Parteien beliebt vor Wahlen und nun auch von Oberbürgermeister Walter Heiler, in Waghäusel auf die Fahne des Silo-Abrisses geschrieben wird. Ach nein, es ist ja nur eine persönliche Meinung, und die darf man ja selbstverständlich auch als Oberbürgermeister beim Neujahrsempfang in Ausübung seines Amtes und als Vertreter der Stadt kundtun. Selbst wenn sich dadurch sämtliche gewählten Meinungsvertreter im Gemeinderat der Stadt Waghäusel fragen müssen, warum sie ein Ehrenamt wahrnehmen, um die Stimmen der Stadtbevölkerung zu repräsentieren, sich engagieren in Gesprächen mit den Bürgern und so im Sinne eines demokratischen Prozesses für einen Silo-Abriss entschieden haben. Nein, zählt nicht, wenn ein Oberbürgermeister nun mal eine da-von abweichende – aber ich betone, „persönliche Meinung“, hat. Als Bürger fragt man sich natürlich auch, warum man noch zur Wahl geht. Wenn die gewählten Vertreter im Gemeinderat nicht bei Mehrheitsentscheidungen auch die Rückendeckung der Stadtführung haben. Nicht, dass ich falsch verstanden werde. Man kann und sollte sich konstruktiv mit Themen auseinandersetzen, unterschiedliche Sichtweisen diskutieren, aber dann bei Klarstellung aller verfügbaren Fakten eine Entscheidung treffen. Diese Entscheidung nochmal anzufechten und damit die gewünschte Ruhe wieder ad absurdum zu führen, hilft weder dem Vorankommen der Stadt, noch hilft es zukünftige Kandidaten für die Arbeit im Gemeinderat zu begeistern. aber vielleicht ist das ja auch das Ziel – des OBs Wille geschehe. Jörg Bottler Waghäusel

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Woran scheitern Projekte wie der Silo-Abriss?

2017_12_20_Projekt-Siloabriss

Bei der Beratung des „unkündbaren“ Mobilfunkvertrages im Technischen Ausschuss ging es vor allem und die „Option zur Kündigung beim kurzfristigen Abriss der Silos“. Mit anderen Worten: Sollte der städtische Sachbearbeiter der Vertragsänderung bei der Beratung im Technischen Ausschuss der Stadt anwesend gewesen sein, dann braucht es schon eine Portion „kriminelle Energie“ und solch große Abweichungen in einem Vertragswerk zu realisieren. Ansonsten ist es nach meiner Einschätzung wie in den Bildern treffend dargestellt: Erhebliche Abweichungen zwischen Plan und Umsetzung gehören zum Tagesgeschäft.

Der Abriss der Silos wurde schon seit vielen Jahren immer wieder im Gemeinderat erneut beschlossen. Trotzdem ist sehr lange nichts passiert. Die Silos stehen noch immer. Und die Gefahren für die Öffentlichkeit durch lose Teile wie abgebrochene Dachrinnen und poröse Putzteile nehmen zu. Ich rechne inzwischen fest damit, dass zentrale Bereiche um die Eremitage und die Musikschule aus Sicherheitsgründen gesperrt werden müssen.

Häufige Fehler für Großprojekte sind:

  1. Ohne Unterstützung der Mitarbeiter aus dem Management ist womöglich alles umsonst. Hier: Der Oberbürgermeister hat persönlich eine ganz andere Meinung als die Mehrheit des Gemeinderats.
  2. Man entscheidet sich für den falschen Projektmanager. Hier: Obwohl der Gemeinderat schon seit vielen Jahren wiederholt den Abriss der Silos beschlossen hat, wurde bisher gegenüber dem Gemeinderat noch keine städtische Projektverantwortung bekannt gegeben.
  3. Zu wenige Kommunikation. Hier: Wäre die endgültige Fassung des „unkündbaren“ Mobilfunkvertrages dem Gemeinderat vorgelegt worden, hätte es wohl nie eine Zustimmung gegeben.
  4. Klare Ziele. Hier: Seit über 20 Jahren suchte man nach einer akzeptablen Nutzung für die Silos. Konkrete Angebote gab es mehrfach. Die wollte man dann doch wieder nicht. Umbauen könnte man ja, aber wer zahlt und wie soll es aussehen? Und auch die Befürworter eines Erhaltes haben bis heute noch kein konkretes Konzept …
  5. Zu knappe Finanz- und Zeitpläne. Hier: Es gibt ja noch Kosten-Zuschüsse von bis zu 60 % für die Abrisskosten. Aber auch diese haben ein Enddatum. Ob es im Gemeinderat auch noch eine Mehrheit für den Abriss gibt, wenn die Stadt die Abrisskosten alleine zahlen muss?

Ich persönlich finde es schade, dass der wiederholte Wille des Gemeinderates von der Stadtverwaltung noch immer ignoriert wird. Das steigert nur die Politikverdrossenheit.

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Weihnachten auf dem Forlenhof

Alle Jahre wieder. Inzwischen bin ich im elften Jahr dabei.

Frosted window with Christmas decoration

Die Familie Meerwarth lädt an Heiligabend um 22:00 Uhr auf den Forlenhof zwischen Kirrlach und Waghäusel ein. Gemeinsam mit „Waghäusel Hilft e.V.“, „DIF Integrationsverein“, „Heimatverein Kirrlach“ und dem „Förderverein Musikschule“ organisiert der Förderverein Friedenskirche „Weihnachten auf dem Forlenhof“.

Anschließend gibt es heiße Schokolade, Punsch und Glühwein. Der Erlös ist für einen ambulanten Hospizdienst im Raum Waghäusel bestimmt.

Schirmherr ist OB Water Heiler. Der Aufbau erfolgt am Freitag, den 22. Dezember 2017, ab 14:00 Uhr, der Abbau ist für Mittwoch, den 27. Dezember 2017 um 10:00 Uhr vorgesehen. Helfende Hände sind herzlich willkommen.

Ich freue mich über Ihren Besuch.

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