Abitur in Waghäusel? Warum nicht? Wo ein Wille ist, ist auch ein (einfacher) Weg!

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Zum Pressebericht der CDU Waghäusel vom 10. Februar 2013 gibt es aus heutiger Sicht nicht viel zu ergänzen:

  • In der kleinen Nachbargemeinde Altlußheim wurde innerhalb von nur 18 Monaten zum Schuljahresbeginn 2014/15 die Einrichtung eines beruflichen Gymnasiums zur Erweiterung einer Realschule umgesetzt. Das belegt: Es geht! Einfach, schnell, sofort!

    2014_07_Genehmigung

    Quelle: Hockenheimer Tageszeitung, Freitag, 04.07.2014

  • Die Nachfrage nach einer Gemeinschaftsschule in Waghäusel bleibt dagegen trotz aller Bemühungen recht überschaubar: Ca. 30 Anmeldungen für die fünfte Klasse zum September 2014 (… nachdem man mit einigen Eltern „nachverhandelt“ hatte … zuvor waren es deutlich weniger …) sind leider kein Zeichen großer Akzeptanz. Es wird sechs Jahre dauern, bevor die erste elfte Klasse starten könnte. Allerdings gibt es Hürden für die gymnasiale Oberstufe: Es müssen deutlich mehr als 30 Anmeldungen vorliegen. Woher sollen diese kommen? Dieser Weg ist sehr unsicher, zumindest solange die neue Gemeinschaftsschule ihre geplanten Erfolge noch nicht belegt hat.
  • Ich bleibe für Sie an diesem wichtigen Thema dran. Warum sollte ausgerechnet Waghäusel die erste Große Kreisstadt in Baden-Württemberg bleiben, die kein eigenes Gymnasium hat?

10. Februar 2013

Warnung vor einem Windhunderennen – ohne regionale Schulentwicklung geht es nicht!

Aus Sicht der CDU-Fraktion hinterlässt die Befragung der Eltern der Waghäuseler Schulkinder in den Klassen 2 und 3 bisher mehr Fragezeichen, als Ausrufezeichen. Die Studie liefert viele Zahlen, lässt aber auch vieles im Ungewissen, so das Fazit von Stadtrat Roland Liebl. Es wurden bisher noch keine Alternativen erarbeitet oder präsentiert. Diese Aufgabe soll nun ein Lenkungskreis übernehmen. Nach Ansicht von Liebl geht es dabei nicht ohne eine regionale Schulentwicklung. Solange das Motto lautet: „Jeder Bürgermeister rette seine Schulen so gut er kann!“, läuft ein gefährliches Windhunderennen, bei dem es am Ende mehr Verlierer als Gewinner gibt. Auch für Waghäusel könnte es am Ende bedeuten, dass die erheblichen Investitionen in die Schulgebäude der letzten Jahrzehnte fehlgeleitet sind. Laut Studie hat in Waghäusel schon jetzt fast jede Mittelstufenklasse zwei Klassenzimmer zur Verfügung. Vor dem Hintergrund der sinkenden Schülerzahlen (20 %) und der Tatsache, dass die Studie nicht berücksichtigt, dass benachbarte Bürgermeister ebenfalls Schüler in ihren Gemeinden halten wollen, droht hier ein noch größerer Leerstand!

2013_02_bildungswege-bw-ausschnitt

Zu Sicherung des Schulstandortes Waghäusel bringt Liebl in diesem Zusammenhang die beruflichen Schulen ins Spiel. Die Studierfähigkeit erwirbt man in Baden-Württemberg bisher zur Hälfte an klassischen Gymnasien, sowie zur anderen Hälfte an beruflichen Schulen. Die Gemeinschaftsschule kann eine Option sein, um in Waghäusel ein Abitur anbieten zu können. Ein berufliches Gymnasium wäre eine weitere Option, so Liebl, der als Studiendirektor Mathematik und Informatik an einem beruflichen Gymnasium unterrichtet. In Kooperation mit einem privaten Betreiber wäre diese Option sogar kurzfristig realisierbar: Leere Klassenzimmer gibt es schon jetzt genügend.

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