„Stern von Bethlehem“ am Silo des Forlenhofs führte zur Stallweihnacht

2014_12_Stern(ber) Jesus selbst musste als Neugeborener mit seinen Eltern vor den Mordplänen des Königs Herodes nach Ägypten fliehen, so steht es im Matthäus-Evangelium. Rund 2.000 Jahre später sind weltweit 51 Millionen Menschen – auch – auf der Flucht. Darf uns ihr Schicksal kalt lassen? Gerade an Weihnachten? „Der Sohn Gottes steht auf der Seite der Flüchtlinge“, so lautet die Botschaft von Pfarrer Hartmut Rupp bei der Stallweihnacht an Heiligabend. Gut die Hälfte der in Waghäusel untergebrachten 128 Asylbewerber bekennt sich zum Christentum, berichten Saskia Heiler und Katarina Baur von der Initiative „Waghäusel hilft“. Ihre Schilderungen über die Hilfsbereitschaft in der Stadt macht Eindruck. Für Rupp steht fest: „Hilfe hat ein Gesicht, ja mehrere Gesichter.“ Der Förderverein ruft zu Spenden für die Arbeit mit den Flüchtlingen auf. Was besonders beeindruckt: Hier wird nicht geschimpft und demonstriert, hier wird christliche Nächstenliebe praktiziert. Sagt ein junger Besucher.

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Die gemeinsame Aktion vom Förderverein Friedenskirche Waghäusel und der evangelischen Kirchengemeinde fand sich am 27. Dezember 2014 auf der Titelseite der BNN wieder …

Nicht in eine beheizte geschmückte Kirche, sondern in einen kalten halboffenen Schuppen hatten die Aktivisten des Fördervereins der evangelischen Kirchengemeinde eingeladen. Gut 350 Gläubige kamen auf den Oberhausener Aussiedlerhof der Familie Meerwarth, um gegen Mitternacht gemeinsam Weihnachten, die Geburt des Erlösers, zu feiern. Siehe da, das Angebot, das sich an alle Christen richtete, fand eine unerwartet starke Resonanz – auch dank des beliebten Hartmut Rupp. Unter die große Familie hatte sich auch ein junges Ehepaar aus dem Asylantenheim gemischt. Vielleicht waren auch noch andere gekommen, es ließ sich im Halbdunkeln nicht feststellen.

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… und im Lokalteil auf der Seite 21. Ob es in Waghäusel auch 2015 eine traditionelle Stallweihnacht gibt, ist derzeit ungewiss. Die neunte Auflage des Stallgottesdienstes könnte die letzte sein, wobei es im Gegensatz zur Absage in Bruchsal nicht an Helfern mangelt, so Vorsitzender Roland Liebl.

An dem großen Silo hing weithin sichtbar der „Stern von Bethlehem“ als Wegweiser, im wörtlichen und im übertragenen Sinn. Der gemeinsam gesungene Song „I have a dream“ erinnerte an die große historische Rede von Martin Luther King und an seinen Glauben an eine bessere Welt. „Träumen und hoffen wir, aber tragen wir alle selbst zu einer besseren Welt bei“, lautete die Ansage auf dem Forlenhof. Der Altar bestand aus Strohballen, nur mit einem schlichten Holzkreuz bestückt. Im gegenüber liegenden Stall waren 250 Kühe und Kälber zu sehen und zu hören. Organisiert hatte den Nachtgottesdienst der auffallend fleißige Förderverein um Roland Liebl. Den Wortgottesdienst bereicherten das Bruchsaler Ensemble „Vox Dei“ und eine private Waghäuseler Musikgruppe.

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