Vor 25 Jahren: Zusammenarbeit mit Presstek & Entwicklung der Heidelberger DI-Technologie

2015_07_05_Visitenkarte_Liebl_1989

Meine Visistenkarte aus dem Jahr 1989, Mail und Telefax spielten noch keine Rolle.

1989_12_12_Presstek-Platemaker_DI

Geheime Vorarbeiten im Keller des alten Kantinengebäudes der Heidelberger Druckmaschinen AG. Der erste Platemaker der Firma Presstek war einsatzbereit. Bradley W. Davidson (vorne links), Richard A. Williams (Mitte), Frank G. Pensavecchia (Mitte hinten) und Roland Liebl (vorne rechts).

2015_07_04_RWE-über-DI

Direct Imaging-Technologie erstmals bei GTO 52 eingesetzt. 1991 war ein wichtiges Jahr für Heidelberg und die GTO im speziellen: Das Unternehmen stattete die Druckmaschine mit der Direct Imaging-Technologie aus. Zum ersten Mal war es möglich, Druckplatten direkt in einer Offset-Druckmaschine zu bebildern. Bis heute hat Heidelberg das Konzept des digitalen Offsetdrucks mit der Quickmaster DI 46-4 Pro und der Speedmaster 74 DI erfolgreich weitergeführt (Bild: RWE).

Von der Forschung bis zum fertigen Produkt. In den Annalen der Heidelberger Druckmaschinen, und damit des damaligen Mutterkonzerns RWE, hat das Jahr 1991 seine Spuren hinterlassen. Es war auch für mich eine interessante Zeit als erster Mitarbeiter der Heidelberger Druckmaschinen AG direkt in einer 4-Farben-Offsetdruckmaschine druckfertige Platten zu erstellen. Ich durfte das Projekt von der Idee bis zum fertigen Produkt begleiten.

Im Dezember 1989 fanden unter größter Geheimhaltung im Keller des alten Kantinengebäudes in der Kurfürsten-Anlage die ersten Bebilderungsversuche statt. Stück für Stück wurde nachgearbeitet und bis zum Jahr 1991 auf der Print in Chicago ein verkaufsfertig umgebaute GTO 52 unter dem Namen GTO-DI präsentiert. Ich erinnere mich noch an die besondere private Situation: Vor jeder Abreise des amerikanischen Presstek-Teams war es wichtig, das Know-How auf mich zu übertragen, damit weitere Druckversuche stattfinden konnten. Ich pendelte damals im Januar 1990 zwischen dem Kreißsaal des Bruchsaler Krankenhauses und dem ehemaligen Kartoffelkeller, in dem die Einweisungen stattfanden. Das neue Forschungs- und Entwicklungszentrum in der Bergheimer Straße wurde erst im Sommer 1990 fertiggestellt.

Heute ist meine Tochter Alexandra 25 Jahre alt. Ihr Studium hat sie gerade abgeschlossen und sie sammelt inzwischen erste eigene berufliche Erfahrungen. Digitaldruck ist heute für Jedermann daheim realisierbar. Die moderne Technologie von damals ist mittlerweile ein alter Hut und der Heidelberger Druckmaschinen AG geht es heute gar nicht mehr so gut. Die digitale Revolution hat den Drucksektor revolutioniert und letztendlich auf den Kopf gestellt. Das begann Ende der 80er Jahre und hat bis heute nicht mehr aufgehört.

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Gebrauchte GTO-DI, Anzeige aus dem Jahr 2014 (Bild: Liebl)

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2006 wurde nach 15 Jahren die Technologie von der Heidelberger Druckmaschinen AG aufgegeben (Bild: Liebl)

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