Ökumenisches Ehrenamt: Manchmal ist die Art wie ich handle, nur ein Spiegel meiner Wunden …

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Um Anerkennung kämpft man nicht, entweder sie ist da, oder halt nicht: Seit dem Amtsantritt der neuen Kirchengemeinderatsvorsitzenden läuft für die Zusammenarbeit des eher ökumenisch ausgerichteten Fördervereins mit der evangelischen Kirchengemeinde so rund wie ein Dreieck. (Bild: Roland Liebl)

Am 10. April 2015 fand die Jahreshauptversammlung des Fördervereins Friedenskirche Waghäusel e.V. statt. Im Grunde war es eine traurige Veranstaltung, denn nach wie vor gibt es sehr mächtige Strömungen in der evangelischen Kirchengemeinde Waghäusel, die sich gegen das Ehrenamt stellen. Der unbedarfte Gottesdienstbesucher wird die zahlreichen Probleme in der Kirchengemeinde kaum wahrnehmen aber dem regelmäßigen Kirchgänger, insbesondere in Oberhausen-Rheinhausen (Gebetsraum im Bürgerhaus) und in Waghäusel (Friedenskirche), wird die Veränderungen erkennen. Ganze Gruppen wurden gefühlt exkommuniziert. Meine ganz persönliche Wahrnehmung ist, dass Pfarrer i. R. Fritsch, Pfarrer i. R. Professor Dr. Rupp, das Projektteam Oberhausen-Rheinhausen und der Förderverein Friedenskirche mit all ihren Fähigkeiten und Gaben „unerwünscht“ sind, und dies von den Verantwortlichen Vorgesetzten (Prälat, Dekanin bzw. Dekanstellvertreterin, Oberkirchenrat) anscheinend „mitgetragen“ wird. Das Leitbild der evangelischen Landeskirche ist in Waghäusel seit dem Amtsantritt des neuen Kirchengemeinderates belegbar nur noch Makulatur.

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Gründungsmitglied und zehn Jahre Vorsitzender des Fördervereins Friedenskirche Waghäusel, katholisch und Mitglied einer der ältesten evangelischen Kirrlacher Familie. (Bild: Roland Liebl)

Mir ist es bisher noch nicht gelungen, einem normalen Menschen zu erklären, was seit über einem Jahr in der evangelischen Kirchengemeinde Waghäusel, zur der auch Hambrücken und Oberhausen-Rheinhausen gehören, abläuft. Der 2013 neue gewählte Kirchengemeinderat schwankt dabei zwischen „möglichst gut informiert sein“ und „am liebsten gar nichts mehr wissen wollen“. Dass dabei die Grundordnung der evangelischen Landeskirche ignoriert wird, interessiert in der Praxis leider niemanden mehr. Eine Gemeindeversammlung (§ 22) gab es seit der Einführung des neuen Kirchengemeinderates im Jahr 2013 nicht mehr, obwohl sie jährlich stattfinden  muss. Sie ist seit Monaten überfällig. Bemerkenswert ist insbesondere, dass die Gemeindeversammlung ausgerechnet am Tage des Erscheinens eines kritischen Berichtes in den BNN abgesagt und nicht wieder neu terminiert wurde.

Den Ausschluss der Öffentlichkeit, die versuchte Zensur auch in meinem Blog, die Abschaffung von Rechenschaftsberichten, das hat nach meiner ganz persönlichen Meinung schon diktatorische Züge und ist eines Pfarramtes unwürdig:

  • Eine Berufung auf Kirchengemeinderatsbeschlüsse halte ich für mehr als bedenklich, wenn der Kirchengemeinderat auf die Abhaltung der Gemeindeversammlung verzichtet. Damit wird vorsätzlich auf die vorgeschriebene Einholung eines Meinungsbildes aus der Kirchengemeinde verzichtet. Nach üblicher Rechtsauffassung kann in so einer Situation ein Kirchengemeinderat überhaupt keine rechtmäßigen Beschlüsse mehr fassen.
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    So soll es wieder werden: Hans-Gunter Weber wünscht sich sehnlichst eine Rückkehr zum guten Miteinander, zur Seriosität in der Zusammenarbeit und zur Wertschätzung des Ehrenamts, z.B. bei den Gottesdiensten in den Pflegeheimen der Kirchengemeinde. (Bild: Roland Liebl)

    Es gibt keine kooperativen Planungen für die (ökumenische) Zukunft: Sommerfest, lebendiger Adventskalender, Stallgottesdienst, Taizé-Gottesdienste, ehrenamtliche Grünpflege, und … und … und …, alles ruht für große Teil des ehrenamtlichen Engagements von Mitgliedern und deren Familien in der evangelischen Kirchengemeinde, die über ein Jahrzehnt wesentlicher Bestandteil und tragende Säulen der Kirchengemeinde waren.

  • Unbelegte Behauptungen und auch Falschaussagen aus dem Pfarramt stehen weiterhin unkommentiert im Raum: Nichts musste bisher zurückgenommen werden, auch wenn das Gegenteil belegt wurde!

Manchmal ist die Art wie ich handle, auch nur ein Spiegel meiner Wunden: Mit dem heutigen Tag wende ich mich von der Zurückhaltung ab und informiere wieder öffentlich. Vorausgegangen sind weitere sehr deutliche Hilferufe des neuen Vorsitzenden des Fördervereins Friedenskirche an den Oberkirchenrat in Karlsruhe. Sie blieben ungehört:  Der runde Tisch zur Lösung der Probleme wird einfach nicht mehr einberufen!

Alle meine Blogbeiträge in dieser Sache sind deshalb ab sofort für alle wieder einsehbar, damit sich jedes interessierte Gemeindeglied ein unzensiertes eigenes Bild machen kann.

Sollte sich trotz sorgfältiger Prüfung von mir ein inhaltlicher Fehler in diesen Blogbeiträgen befinden: Informieren Sie mich bitte, damit ich diesen beheben kann.

Außerdem forciere ich nun wieder die Sammlung von Unterschriften um die zahlreichen Themen der evangelischen Gemeindeglieder und deren Familienangehörigen auf die Tagesordnung der nächsten Gemeindeversammlung zu setzen (wird fortgesetzt).

Roland Liebl,

Waghäusel, 18. April 2015

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