Förderverein Friedenskirche ohne Kirche

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BNN vom 13. August 2015 (Bild: Liebl)

Früher veranstaltete der rege Förderverein Friedenskirche immer wieder erfolgreiche Aktionen und unterstützte mit den Erlösen die Arbeit der evangelischen Kirchengemeinde in Waghäusel/Oberhausen-Rheinhausen. Zu den etablierten Terminen gehörte auch das Sommerfest auf dem Gelände der Friedenkirche mit so rund 300 Besuchern. „Obwohl uns die örtlichen Kirchenoberen zu verstehen gegeben haben, dass sie uns nicht mehr wollen und brauchen, setzen wir das beliebte Familienfest einfach fort, nur an einem anderen Platz und spenden den Erlös für andere Zwecke“, bekundet die langjährige Mitarbeiterin Tanja Adam. Zu den Besuchern zählten auch Aktive des, so ihr eigener Ausdruck, „ebenfalls verstoßenen Projektteams“ Oberhausen-Rheinhausen, das beispielsweise die jährlichen Adventsfenster und Altpapiersammlungen organisiert hat.

Das Thema „Wie geht es weiter?“ stand im Mittelpunkt aller Gespräche. Dass es zum Knatsch und Bruch zwischen „Amtskirche“ und „Ehrenamtlichen“ kam, wurde durchweg bedauert. Auch die bei den „Friedensgesprächen“ vorhandene „kompromisslose Haltung sowie die Geheimniskrämerei und mangelnde Öffentlichkeitsarbeit“, so die Formulierung. „Unsere Aktivitäten der letzten zehn Jahre passten wohl nicht mehr ins aktuelle Gemeindekonzept – letztendlich fast alles, was die Ehrenamtlichen in Oberhausen und Waghäusel so alles auf die Beine gestellt haben“, bekundete die stellvertretende Vorsitzende Tanja Adam.

Doch: Förderer und Projektteam wollen sich nicht aus den Augen verlieren und werden sich regelmäßig treffen. Zur augenblicklichen Krise passen auch die Rücktritte von drei Kirchengemeinderäten, sagt die Ex-Kirchengemeinderätin Ursula Liebl. Unverständlich für alle Fördervereinsfreunde sei die knallharte Entscheidung der jetzigen Kirchenführung, keine Taizé-Gottesdienste, kein Osterfrühstück, kein Kreuzweg mit Professor Hartmut Rupp und keinen weihnachtlichen Stallgottesdienst mehr zuzulassen, so Vorsitzender Klaus Ramczykowski.

Die aktuellen Spendengelder in Höhe von über 2.200 Euro aus den Papiersammlungen und aus dem Weihnachtsmarkt 2014 wurden jetzt zu jeweils einem Drittel an die Organisation „Freezone“ für Straßenkinder in Mannheim, an die Vesperkirche in Karsruhe und an den Tafelladen in Kirrlach überwiesen.

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