Wolfgang Bosbach auf Wahlkampftour in der Region

2016_02_20_Bosbach

Die Agenda des Bosbach-Wochenendes: Am gestrigen Freitagabend auf Schloss Deufringen in Aidlingen (Landkreis Böblingen, BaWü), heute morgen in Oberhausen-Rheinhausen, danach geht’s in den Europapark Rust zur „Miss Germany“-Wahl. Und dann zur Aftershow-Party? (Bild:ber)

Wolfgang Bosbach ist ein deutscher Politiker und Rechtsanwalt. Bosbach war von Februar 2000 bis November 2009 stellvertretender Vorsitzender der Bundestagsfraktion der Union und von November 2009 bis Juli 2015 Vorsitzender des Innenausschusses des Deutschen Bundestages. Bereits vor zehn Jahren hatte ich die Gelegenheit ihn persönlich kennen zu lernen.

Seine Fähigkeit komplizierte Zusammenhänge verständlich zu machen ist ungebrochen. Wolfgang Bosbach führt gerade deshalb erneut das Ranking der Talkshow-Gäste im öffentlich-rechtlichen Fernsehen an. „Offenheit und Ehrlichkeit sind bei den Zuschauern gefragt“, so Bosbach. „Sie wollten wissen, wofür ein Politiker stehe und welche Haltung er vertrete.“

Ein super Wahlkämpfer und ein guter Kenner der Materie. Für mich ist er ein Vorbild: Man muss zu seinen Überzeugungen stehen, auch wenn es unbequem wird!

Der brillante Redner packt seine illustrativen Botschaften so geschickt in nette Ausführungen, dass sie jeder verstehen und keiner ihm böse sein kann. Trotz seiner unheilbaren Krebserkrankung hat er nicht seinen Humor verloren. „Ich bin ein friedlicher und fröhlicher Mensch“, stellt der Rheinländer klar, „und kein Rebell.“ Warum nicht? „Heute bist du schon verdächtig, wenn du bei deiner Meinung bleibst.“

Fast ein Stunde lang setzte Bosbach Pflöcke: „Wir wollten eine Währungsunion, aber keine Haftungs- und Transferunion.“ Kein Land solle für die Schulden eines anderen haften müssen, sagte er zu den von ihm strikt abgelehnten Griechenlandhilfen. Weitere Botschaften: „Wer den Zeitgeist heiratet, ist bald Witwer.“ Und: „Wer glaubt, hier nach den Regeln der Scharia leben zu müssen, hat sich das falsche Land ausgesucht.“ Wenn er es auch nicht explizit so aussprach: Für ihn bedarf die Berliner Flüchtlingspolitik einer Kurskorrektur.

Heftige Kritik übte der Jurist an der Europäischen Union, die nur Solidarität bei der Geldentgegennahme kenne. „Wir müssen die EU stärker in die Pflicht nehmen und den Staaten, die keine Flüchtlinge aufnehmen wollen, Fördermittel in Milliardenhöhe streichen.“

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