Ausbau Gießgraben – 3​. und 4. Bauabschnitt

Die Baumaßnahme ist Bestandteil der Planungen zum Kriegbachpolder. Der Kriegbachpolder ist ein für den Hochwasserschutz im Kraichbach – Kriegbachsystem maßgeblicher Rückhalteraum mit einem Rückhaltevolumen von rund 1,3 Mio. m³. Er liegt westlich der A 5 und südlich des Kriegbaches und wird im Westen vom Dreckigen Richtweg und im Süden vom Dornschlag Richtweg begrenzt. Die Fertigstelltung ist für Mitte 2016 geplant.

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Der neue Graben hat die Funktion bei einem gefüllten Polder möglichst schnell das Polder zu entleeren, damit die Bäume des Waldes nicht beeinträchtigt werden. (Bild: Liebl)

Die beiden Bauabschnitte werden zeitgleich realisiert. Dabei umfasst der 3. Bauabschnitt den Ausbau des Gießgrabens zwischen der Kreisstraße K 3536 und dem Gießgrabenschütz an der Mingolsheimer Allee auf einer Länge von ca. 1.100 m sowie die Straßenunterquerungen der L 555 und der K 3526. Der 4. Bauabschnitt beinhaltet die Erstellung des Gießgrabenschützes zum Anschluss des Gießgrabens an den Kriegbach.

Die L 555 zwischen Kirrlach und Kronau wird zwischenzeitlich im Bereich der Straßenunterquerung nur einspurig befahrbar sein, die K 3526 zwischen Kirrlach und St. Leon wird kurzzeitig vollgesperrt, eine Umleitungsstrecke wird ausgeschildert.

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Tatsache ist, dass in den 90-iger Jahren, als das Polder mal eine Probefüllung erhielt, der Kriegbach nach zwei Tagen die Polderentleerung bewirkte. Der neue Graben liegt gut 1 m tiefer als die Dämme des Kriegbach. Es wird also problematisch sein, Wasser aus dem Graben in den Kriegbach zu leiten. Sollte der neue Graben jemals Polderwasser erhalten, dann dient er auf jeden Fall als große Versickerungsmulde (Bild: Liebl).

Nach meiner Meinung hätte man diese Maßnahme nicht als Entleerung des Kriegbachpolders gebraucht. In unseren sandigen Böden versickert das Wasser sehr schnell. Das hat sich bei der bisher einzigen Füllung vor ca. 15 Jahren gezeigt. Allerdings meinten die Experten, dass es durch natürliche Versickerung einfach zu lange dauert und gegen eine Expertenmeinung helfen auch Tatsachen nicht.

Es gibt allerdings auch eine sehr positive Seite für Kirrlach. Durch diesen neuen Graben konnte letztendlich die Hochwassergefahrenkarte Kirrlach angepasst werden. Der Osten von Kirrlach ist nun nicht mehr gefährdet.

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