Eineinhalb Jahre: Ruhe und Besonnenheit

2016_07_09_Silos

Ich teile diese Meinung (Quelle: Leserbrief, BNN vom 14. Juni 2016, Ausgabe 135, Seite 25)

2016_07_09_Besonnenheit

Ich kenne keinen Gemeinderatsbeschluss, der den Abriss erstmals nach neun Jahren Vertragslaufzeit ermöglicht. Die „Ruhe und Besonnenheit“ von vielen Waghäuseler Gemeinderäten überrascht mich allerdings schon. Ich gehöre nicht zu dieser Mehrheit und fühle mich als Gemeinderat wirklich veräppelt (Quelle: Facebook, Waghäusel – News vom 6. Juli 2016).

Andere hätten sich über die so empfundene Veräppelung geärgert, hätten Böses gesagt oder geschrieben oder wären vielleicht ausgeflippt. Nicht so die Mehrheit des Waghäusler Gemeinderats – die Befürworter des Silo-Abrisses. Fast eineinhalb Jahre bewahrten sie Ruhe und Besonnenheit – und zeigten auch Leidensfähigkeit. Taten so, als sei nichts geschehen. Diese stoische staatsmännische Haltung verdient Respekt.

Immerhin, nach nahezu eineinhalb Jahren hat jetzt eben diese Mehrheit reagiert und beantragt eine „Gemeinderatssitzung zu Verträgen der Stadt Waghäusel mit Mobilfunkanbieter Vodafone und Telefonica“. So steht zu lesen: „Aufgrund der aktuellen Presseveröffentlichung zum Siloabriss haben die Fraktionen der FWV, CDU und JL den Antrag gestellt, die Mobilfunkanbieter zu einem Vorort-Termin und anschließender Gemeinderatsitzung einzuladen, um über den aktuellen Sachstand Aufklärung zu erhalten.“

Was kann, was soll dabei herauskommen? Wir fragen, ihr antwortet – und dann gehen wir alle zufrieden nach Hause?

Wir erinnern uns:
Anfang des Jahres 2015 (!) beschloss der Gemeinderat mit Mehrheit, dass die zwei alten Silos abgerissen werden sollen. Doch wenige Tage nach dem Beschluss informiert der OB über eine angeblich übersehene Vertragssituation. So etwa: „Wir haben da eine Überraschung für euch. Ihr glaubt es kaum: Auf einem der Silos befindet sich eine Funkanlage mit einer Vertragsdauer bis Ende 2022.“ Ja, so etwas weiß man erst nach der Sitzung und nach der Beschlussfassung.

Vermutlich wusste ein Teil des Gemeinderats davon und ließ die Abriss-Kollegen blutige Nasen holen. Spricht für eine gute, ehrliche Zusammenarbeit in der Großen Kreisstadt oder?

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