BUND Bruhrain wirbt in Waghäusel für Aktion „Miese Radwege“

2016_08_12_Miese-Radwege

Bringen Sie sich ein. Melden Sie kritische Punkte wie Loch, Riss, Hubbel, verwirrende Kennzeichung, Weg ins Nichts. Bitte einfach das Bild anklicken und eintragen. Der nächste Termin zu einer kleinen Infotour findet am Freitag, den 2. September um 19:00 Uhr statt. Treffpunkt ist beim Spielplatz Großallmendweg (Helmut-Kohl-Str.) in Kirrlach (Bild: Liebl)

„Gesucht: Miese Radwege“: Diesen Aufruf startete der BUND Bruhrain. Radfahrer können per Mausklick ihre Kritikpunkte per Online-Mitmachkarte kundtun. Sinn der jetzt voll anlaufenden Aktion ist, einerseits bevorzugt innerörtlich infrastrukturell bessere Verhältnisse für Radfahrer zu befördern, zum anderen aber grundsätzlich Autofahrer zu bewegen, wann immer möglich auf den Drahtesel umzusatteln.

Gerade bei kurzen Wegestrecken ließe sich viel CO2, aber auch Zeit sparen, so der BUND. Aber marode oder gefährliche Radwege würden viele vom Umstieg abhalten. Es sei Zeit, dies zu ändern. Mängel erkennt Vorsitzender Werner Heißler auch in Waghäusel etwa bei kombinierten Rad- und Fußwegen. Das gehe überhaupt nicht, betont er. Prinzipiell müsste man in die Köpfe bringen, dass es sich bei Rad- und Autofahrern um gleichrangige Verkehrsteilnehmer handle. Vorrangig aber gelte das Augenmerk jetzt den großen Defiziten bei Fahrradparkplätzen. Damit wolle man nun auf Handel und Gewerbetreibende zugehen. Teils gestalte sich die Lage da zwar schon sehr gut, aber im Ganzen gebe es Potenziale, diese deutlich zu verbessern. Betroffen sind ebenso öffentliche Radparkplätze, wie Heißler am Beispiel eines Bodenradständers am Bahnhof Waghäusel demonstriert. Dort versucht gerade ein Mann, seinen Drahtesel standfest unterzubringen, was nicht so recht gelingen will. „Der taugt wirklich nichts. Man muss befürchten, dass der Vorderreifen abknickt, und das Rad sicher per Schloss am Rahmen zu verankern, geht sowieso nicht“, kritisiert der Mann.

Ich war bei einer Vortour am Dienstag, den 2. September in Waghäusel dabei und begrüße die aktuelle Mitmachaktion des BUND als wichtige Vorbereitung für das angestrebte Ziel von Waghäusel. Schließlich wollen wir „Fahrradfreundliche Kommune“ werden:

„Mit Schreiben vom 27.07.2016 wurde Waghäusel offiziell die Mitgliedschaft im AGFK (Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundlicher Kommunen) durch den Vorsitzenden Bürgermeister Obert aus Karlsruhe bestätigt. Oberbürgermeister Heiler sieht die Stadt durch diesen ersten Schritt auf gutem Weg, am Ende ein zukunftsorientiertes und nachhaltiges Radkonzept zu entwickeln.

Der Umwelt- und Verkehrsausschuss der Stadt hatte im Hinblick auf das geplante Radkonzept beschlossen, die Mitgliedschaft zu beantragen und die Auszeichnung „Fahrradfreundliche Kommune“ anzustreben.

In der AGFK haben sich mittlerweile 58 Gemeinden und Landkreise in Baden-Württemberg unter dem Dach der Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg zu einem Netzwerk zusammengeschlossen. Dabei steht der Wissenstransfer im Vordergrund.

Nachdem die erste Maßnahme nun abgeschlossen ist, gilt es gemäß dem Beschluss, ein geeignetes Fachplanungsbüro zu beauftragen, das den Prozess des Radkonzeptes fachkundig begleitet. Dabei werden dann die Bürgerschaft und die Interessengruppen mit einbezogen, um ein Konzept mit breitem Konsens zu erarbeiten. Andere Aktionen außerhalb der vom Umwelt- und Verkehrsausschuss festgelegten Marschrichtung sind derzeit kontraproduktiv, weil eine Prüfung von Vorschlägen in fachlicher und rechtlicher Hinsicht nur mit der entsprechenden planerischen Begleitung erfolgen kann. „

Bringen Sie sich ein. Melden Sie kritische Punkte wie Loch, Riss, Hubbel, verwirrende Kennzeichungen, Wege ins Nichts, usw.

Weitere Infos dazu:

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Eine Antwort zu BUND Bruhrain wirbt in Waghäusel für Aktion „Miese Radwege“

  1. Marianne Dittmar schreibt:

    Guten Tag,
    die Stadt Waghäusel wurde 2016 in die Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundlicher Kommunen aufgenommen. Ich habe bereits im Jahr 2015 meine Anregung zu einer Verbesserung an die Stadtverwaltung Waghäusel abgegeben. Es betrifft die Fahrradabstellplätze am DB-Haltepunkt in Wiesental. Die Abstellplätze zu der Unterführung zum Bahnsteig Richtung Karlsruhe sind total überlastet, so dass ganz viele Fahrräder an dem Geländer angeschlossen werden oder auch wild in der Gegend herum stehen. Besonders in der wärmeren Jahreszeit kommt es oft vor, dass die Räder wie Dominosteine umfallen, wenn ein Rad von ganz hinten wieder herausgeholt werden muss. Mein Vorschlag war, dass bei den Baumaßnahmen der Lärmschutzwand gleich ein weiterer Radständer eingeplant wird. Daraufhin habe ich von der Stadtverwaltung mitgeteilt bekommen, dass dies in den Haushaltsplan für 2016 eingestellt sei. Nachdem das Jahr 2016 um war (es war nichts geschehen), stellte ich eine erneute Anfrage. Jetzt bekam ich die Antwort, dass nur die Planung in den Haushalt eingestellt war, der Bau eines solchen müsste dann evtl. in den Haushalt 2017 eingestellt werden. Bei dieser Aussage komme ich mir schon etwas verulkt vor. Um umweltfreundlich zu seinem Arbeitsplatz in einer größeren Stadt zu kommen, gehört auch die innerörtliche Fahrt zum Bahnhof dazu.
    Es wäre schön, wenn ich und auch die anderen Radfahrer Ihre Unterstützung beim Beantragen zur Erstellung eines weiteren Radabstellplatzes in der Nähe der Unterführung bekämen.
    Mit freundlichen Grüßen
    Marianne Dittmar
    Triebstr. 3
    Tel. 6793

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