Spendenübergabe – Bei Stallweihnacht kommen 1050 Euro für ambulante Helfergruppe zusammen

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Eine Gemeinschaftsaktion an Heiligabend ermöglichte diese Spende: „Waghäusel hilft“, „Dialog Integration Freundschaft“, „Förderverein Musikschule“, Förderverein Friedenskirche“, „Heimatverein Kirrlach“, Familie Rupp und die Gastgeber: Familie Meerwarth vom Forlenhof.

Kommt ein stationärer Hospizdienst?

Die Diskussion ist angestoßen und bereits in die Öffentlichkeit getragen. Es geht um die Frage nach einem stationären Hospizdienst in Waghäusel und Umgebung. Brauchen wir eine solche Einrichtung? Besteht ein Bedarf? Können wir die Idee logistisch und finanziell auch umsetzen? Bei einer Spendenübergabe an die „Ambulante Hospizgruppe Bruchsal und Umgebung“ setzte Waghäusels Stadtrat Roland Liebl in Anwesenheit von Vertretern fünf im sozialen und kulturellen Bereich tätigen Organisationen, darunter OB-Stellvertreterin Krimhilde Rolli und Pfarrer Hartmut Rupp, die aus seiner Sicht notwendige Debatte in Gang und versicherte, das Thema im größeren Kreis anzugehen.

„Sterben gehört zum Leben. Und dennoch ist es das große Tabu unserer Zeit. Für Gedanken ans Sterben gibt es in der Leistungsgesellschaft und in Zeiten der Hochleistungsmedizin keinen Platz. Auch die Städte und Gemeinden schieben das Thema einfach beiseite, als existiere es nicht“, so eine geäußerte Meinung. „Ganz, ganz groß“ sei inzwischen der Bedarf, der immer weiter steige, bekundete das Vorstandsteam der Hospizgruppe um Dieter Elschner, Irene Heidinger und die Waghäuseler Mitarbeiterin Elvira Köhler. Hospize haben es sich zur Aufgabe gemacht, unheilbar Kranke in ihrer letzten Lebensphase im Sinne der „Palliative Care“ zu versorgen.

An der Grenze der Belastbarkeit

„Oft befinden sich die Angehörigen am Rande ihrer Belastbarkeit. Neben der psychischen Belastung melden sich auch die physischen Grenzen“, erklärte Köhler. Hier gelt es, eine Balance herzustellen zwischen den Sterbenden und den Trauernden und eine Stütze für beide zu sein. „Wir fragen nicht nach Religion, Nationalität und Weltanschauung, allein der Mensch zählt“, sagte sie.

Um dafür das für die Arbeit nötige Rüstzeug zu haben, bedürfe es Fortbildungen und Supervisionen. Das alles koste Geld und müsse über Spenden finanziert werden. 38 Mitarbeiter zähle derzeit die ambulante Hospizgruppe. „Wir haben keine Lobby, wir sind auf uns allein gestellt“, betont das Team. „Wir sind rund um die Uhr im Einsatz: zu Hause und in Pflegeheimen. Inzwischen sind wir in jeder Kommune im nördlichen Landkreis tätig.“ Ein weiterer Schritt zur Etablierung ist seit kurzem getan: Im „Cafe Regenbogen“ im Wiesentaler Paul-Schneider-Gemeindesaal gibt es jetzt eine feste Begegnungsmöglichkeit für Trauernde.

Wo kommt die übergebene Spende her? Die Stallweihnacht 2017 auf dem Bauernhof der Familie Meerwarth auf Gemarkung Oberhausen hatte nicht nur zu einem beeindruckenden Erlebnis für jeden der gut 400 Teilnehmer geführt, sondern jetzt auch zu einer stattlichen finanziellen Hilfe für den Hospizdienst. Die Besucher auf dem Forlenhof mussten nichts bezahlen, sie konnten aber spenden. So bekamen die Veranstalter einen stolzen Betrag von 1050 Euro zusammen. wr

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